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KLIMA UND SAISON

Da Kanada eine enorme geographische Ausdehnung hat, gibt es viele verschiedene Klimazonen. Die reichen von gemäßigtem Klima bis hin zum Polarklima. Es gibt Kakteen und Klapperschlangen in Südwesten bis hin zu ewigem Eis im Nordosten.

Die beste Reisezeit in Kanada hängt somit natürlich ganz von der bereisten Region ab. Auf Nova Scotia ist es aufgrund der maritimen Lage etwas milder, aber mit auch im Sommer durchschnittlichen 16 Grad recht kühl. Die Provinz wird stark durch den Atlantischen Ozean geprägt, weshalb das Klima deutlich gemäßigter ist als im kanadischen Landesinneren. Extreme Hitze oder eisige Kälte sind eher selten, dennoch sorgt die maritime Lage für ein wechselhaftes Wetter, das oft von raschen Umschwüngen und Küstennebel begleitet wird.

Der Frühling (April bis Mai) ist die Übergangszeit und oft von Nebel geprägt. Wir kamen ab Mitte Mai, dann erwacht die Natur rasant. Die Wildblumen blühen auf, Magnolien, Obstbäume, Tulpen und Flieder blühen und die Tagestemperaturen steigen auf rund 15 Grad, obwohl die Abende noch empfindlich kühl bleiben. Die Natur erwachte hier ca. 4 Wochen später als bei uns in Deutschland, so hat man zweimal Frühling hintereinander.

Der Sommer von Juni bis August ist die wärmste Phase des Jahres und bringt angenehme Tagestemperaturen von meist 20 bis 25 Grad. Gelegentlich klettert das Thermometer bei höherer Luftfeuchtigkeit auch mal über die 30-Grad-Marke. Der August gilt statistisch als der trockenste Monat, und das Meer erwärmt sich an den flacheren Küstenabschnitten im Norden auf badetaugliche 17 bis 19 Grad. Allerdings ist dann Hauptsaison und dem entsprechend voll ist es überall. Ohne Vorbuchung wird es oft sehr schwer, den gewünschten Stellplatz oder die Bootstour zu buchen.

Der Herbst von September bis Oktober wird spürbar klarer und frischer, während die Temperaturen im September oft noch milde 15 bis 22 Grad erreichen. Ende September beginnt der Indian Summer, der die Wälder, besonders in den Highlands, in ein leuchtendes Farbenmeer verwandelt. Ab Oktober nimmt der Regen an den Küsten spürbar zu, dann sind die touristischen Bereiche aber oft auch schon geschlossen.

Winter ist dann von November bis März, diese Monate werden von atlantischen Stürmen geprägt, die feuchten Schnee und kräftige Winde bringen. Die Temperaturen bewegen sich meist zwischen -10 und +5 Grad, wobei der Norden durch das Eis im Sankt-Lorenz-Golf deutlich kälter bleibt als der vom Golfstrom beeinflusste Süden.

Ein Blick auf die Klimatabellen der 4 Orte hier ist selbsterklärend. Charlottetown liegt im Nordwesten auf dem amgrenzenden Prince Edward Island, also politisch schon in New Brunswick. North Sydney liegt im Norden gegenüber von Newfoundland, Yarmouth ganz im Süden, und Halifax im Osten in der Mitte.





Saison

Auf Nova Scotia ist die touristische Saison etwas anders gelagert als im Norden in Newfoundland. Die Saison beginnt am Victoria Day Ende Mai bis zum Ende September. Der Victoria Day ist übrigens kein fester Feiertag, sondern er findet am letzten Montag vor dem 25. Mai statt, damit es immer ein langes Wochenende gibt.

Die Zwischensaison (Mai bis Juni und September bis Oktober) bieten ein völlig anderes, oft sehr viel Entspannteres und ruhigeres Erlebnis. Das Angebot ist entsprechend dünn. Campingplätze öffnen oft erst ab dem 15. Mai, manche auch erst am 1.Juni. Der Frühsommer lockt mit leeren Wegen, frischem Grün in den Wäldern und guten Chancen für die Hummersaison, allerdings öffnen manche Cafés und Museen in den kleineren Küstenorten erst ab Mitte Juni vollumfänglich.

Der September und der frühe Oktober gelten unter Naturliebhabern als die heimlichen Favoriten, da die großen Sommerferien vorbei sind, die Walbeobachtung noch Hochsaison hat.

Die Touristensaison ist hier auf Nova Scotia und in New Brunswick ebenso wie in Maine auf der USA-Seite bis in den November oder noch länger verlängert, damit Besucher den berühmten "Indian Summer" genießen können. Dann im Spätherbst verfärben sich bei milder Luft die Blätter der Bäume golden und orange, und die Wälder bieten ein überwältigendes buntes Bild, was bei den hier existierenden riesigen Flächen natürlich ganz anders wirkt als in einem kleinen Park.

Das ist deutlich länger als in British Columbia, wo die Saison quasi pünktlich zum 01. Oktober endet. Auch viele RV-Parks und Provincial Parks haben auf Nova Scotia noch bis Ende Oktober geöffnet, oft ist dies aber vom milden Wetter abhängig. Also vor der Anreise immer telefonisch oder online den Status prüfen. Der späte Herbst und der Winter gehören den Einheimischen. Viele touristische Infrastrukturen außerhalb der größeren Städte wie Halifax gehen in den Winterschlaf.

Die touristische Hochsaison ist von Juli bis August, die man auch an den deutlich verdichteten Fahrplänen der Fähren nach New Brunswick und nach Maine/USA ablesen kann. Nahezu alle touristischen Angebote, historischen Stätten, Bootstouren und Restaurants haben dann durchgehend geöffnet und sind leider auch oft ausgebucht. Die Strände und Wanderwege in den Nationalparks sind in dieser Zeit ebefalls sehr gut besucht, weshalb Unterkünfte und Transportmittel schon lange im Voraus organisiert werden sollten.






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