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DAHLIENSCHAU

In den Monaten Juli bis Oktober kann man die Dahlienpracht im Botanischen Garten bewundern. Ein ganzes Beet erblüht dann in vielen bunten Farben und zahlreiche Fotografen finden sich hier ein, um die prachvollen Blüten zu fotografieren. Natürlich bin auch ich dann hier, denn man kann gar nicht genug Bilder von den unterschiedlichen Formen und Farben machen. Alle Farben des Regenbogens sind bei den Dahlienblüten zu finden, nur das Blau nicht. In den Genen der Dahlien findet sich keine Anlage für die Ausbildung des für blaue Blüten zuständigen Farbstoffes, das Delphinidin.

Dahlien sind eine Pflanzengattung in der Familie der Korbblütler (Asteraceae), sie zählen als farbenprächtige, blühfreudige Sommerblumen zu den beliebtesten Zierpflanzen in Gärten. Die Dahlie wurde nach dem schwedischen Arzt und Botaniker Andreas Dahl (1751–1789) benannt.

Das Asterngewächs war aber ursprünglich in Mexiko beheimatet, die ersten schriftlichen Aufzeichnungen über Dahlien verdanken wir dem spanischen Arzt Francisco Hernande, der sich von 1570 bis 1577 in Mexiko aufhielt und die Pflanzenwelt aus heilpflanzlicher Sicht erforschte. Eine seiner Abbildungen zeigt eindeutig halbgefüllte Dahlienblüten. Dies lässt den Schluss zu, dass es in Mexiko schon vor über 500 Jahren Dahlien-Hybriden, Vorfahren unserer Gartendahlien, gab.

Die ersten Samen kamen 1791 durch Vicente Cervantes vom Botanischen Garten Mexiko-Stadt zum den Botanischen Garten nach Madrid und somit nach Europa. In Madrid kümmerte sich Antonio José Cavanilles um die Kultur der Pflanzen und fertigte erste Abbildungen von ihnen an. Gärtnerisch interessant wurden die Dahlien jedoch erst, als Alexander von Humboldt 1803/1804 von seiner Südamerikareise Samen an den Botanischen Garten in Berlin schickte.

Die Dahlie erfreute sich schnell immer größerer Beliebtheit, weil sie besonders leicht zu züchten ist und niedrige Ansprüche hat. Botaniker und Gärtner beschäftigten und beschäftigen sich seitdem intensiv mit der Zucht der Dahlien. Bereits 1897 wurde die Deutsche Dahliengesellschaft gegründet.

Alle Kulturpflanzen gehen zurück auf die Kreuzung nur zweier Arten names Dahlia coccinea und Dahlia pinnata. Die Zahl der Sorten, die man heute kaufen kann, geht in die Tausende.

In Deutschland entwickelte sich zunächst eine Einteilung in drei große Gruppen: Ungefüllte Dahlien, Halbgefüllte Dahlien und Gefüllte Dahlien. In dieses Schema wurden dann alle bekannten Einzelsorten eingeordnet, die Pompon- und Schmuckdahlien beispielsweise in Gruppe der gefüllt blühenden oder die Anemonendahlien in die Gruppe der halbgefüllt blühenden Dahlien.

In Züchterkreisen ist eine Systematik aus 15 Klassen gebräuchlich, in der die Sorten nach Größe und Typ der Blütenstände eingeteilt werden. Einfache Dahlien, Anemonendahlien, Halskrausendahlien, Seerosendahlien, Dekorative Dahlien, Balldahlien, Pompondahlien, Kaktusdahlien, Semi-Kaktusdahlien, Diverse Dahlien, Hirschgeweihdahlien, Sterndahlien, Gefüllte Orchideendahlien, Päoniendahlien und Stellardahlien.






Farbenpracht

300 verschiedene Sorten der Dahlie können Pflanzenfreunde hier im Botanischen Garten ab Juli in voller Blüte bewundern. In neun Beeten werden über 800 Dahlien aus allen 13 Gruppen der Dahlien gezeigt. Hierbei kann man viele alte und neue Züchtungen bestaunen, von den einfach blühenden Dahlien über Halskrausen-Dahlien bis hin zu kaktusblütigen Sorten der "Königin des Herbstes", wie sie wegen ihrer langen Blütezeit genannt wird.

Auf den gepflasterten Wegen kommt man nah heran und kann so die Blüten gut fotografieren und die Insekten darauf von Nahem bewundern.

Dahlien sind aber nicht winterhart, sodass die Knollen im Haus überwintert werden müssen. Viel Arbeit also für die Gärtner. Die Knolle der Dahlie ist sogar essbar, sie geriet aber nach der europäischen Eroberung Südamerikas als Nahrungspflanze immer mehr in Vergessenheit. Mehr dazu auf dieser englischsprachigen Seite.







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