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Die Blaauwater Farm liegt liegt 1500 m über dem Meeresspiegel und hat einen jährlichen Niederschlag von 375 mm. Aufgrund seiner Höhenlage und der Nähe zum Lootsberg-Gebirge erlebt Blaauwater strenge Winter mit frostigen Morgenstunden und gelegentlichen Schneefällen. Warme Kleidung wird zu dieser Jahreszeit dringend empfohlen.
Gäste können wandern, Vögel beobachten, sich für Famleben interessieren oder auf fünf markierten Radwegen mit dem Mountainbike fahren. Leider wird auch die Jagd angeboten, sowohl Biltong-Jäger als auch Trophäenjäger finden optimale Bedingungen. Aber nicht zu der Jahreszeit, in der wir vor Ort waren.
Kurz vor unserer Ankunft fand auf Blauuwater ein ganz besonderes Mountainbike-Event auf der Blaauwater Farm statt. Sie ist ein wichtiger Austragungsort und Start-/Zielpunkt einer Etappe des Nedbank Gravel Burn, einem bedeutenden Gravel-Etappenrennen in der südafrikanischen Karoo.
Bei der Ausgabe 2025 diente Blaauwater als zweitägiges Burn Camp mit hunderten von Zelten für das epische 7-Tage-Rennen. Die Fahrer erlebten weite Landschaften, anspruchsvolle Anstiege und die Kameradschaft auf der familiengeführten Farm. Zu den Aktivitäten gehörten Nachtrennen und kulinarische Genüsse.
Wir waren hier einige Tage später weit ab von allem Trubel ganz alleine in dem riesigen Tweefontein House in dem locker 9 Persionen Platz finden. Auch Anfang November wurde es hier in der Nacht recht frisch, aber nie so kalt, dass wir den Kamin anmachen mussten, auch die elektrischen Heizdecken haben wir nicht gebraucht.
Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, von hier aus noch einmal eine Rundfahrt über das Sneeuberg Nature Reserve, wo wir im Jahr zuvor im Karoo Cottage gewohnt hatten, zu machen. Dann weiter nach Nieu Bethedsa, das wir ja schon vor vielen Jahren einmal besucht hatten. Leider hatten wir hier nach über drei Wochen direkt am Anfang den ersten Regentag. Dunkle Gewitterwolken näherten sich und dann schüttete es wie aus Kübeln. In den beiden Folggetagen blieb es auf Tweefontein weitgehend trocken, aber in den umliegenden Bergen hingen dicke, dunkle Wolken. Ab und zu sahen wir es am Horizont nocht blitzen. Da hatten wir keinen Bedarf, die lange Strecke über bergige Gravel Roads im Nassen zu bewältigen.
Dabei fährt man hier auf Höhenlagen bis über 2.000 m, wo es deutlich kühler ist als in der tiefer gelegenen Große Karoo.










Hier kann man so richtig schön Entschleunigen, denn auch wenn man auf einer Farm wohnt, so hat man ja nichts zu tun. Wir haben wir hier ganz entspannte Tage verbracht, mit viel Ruhe, schönen Spaziergängen, tollen Sonnenuntergängen und immer auf der Suche nach Tieren.
Ein entspannter Morgen mit einer Tasse Kaffee auf der noch schattigen vorderen Veranda, wenn die hübschen Rinder zu Besuch an den Zaun kommen und uns mit ihren Kälbern zugucken. Bonsmara-Rinder sind eine südafrikanische Rinderrasse, die speziell für trockene, warme Regionen wie die Karoo entwickelt wurde. Gezüchtet von Jan Bonsma, daher der Name. Es sind mittlere bis große Tiere mit ruhigem Temperament und meist rotbraunem Fell. Hoch geschätzt für effiziente Fleischproduktion unter extensiven Bedingungen.
Vor uns auf dem Rasen konnten wir ein paar Mal mit Glück ein paar flinke und hier sehr scheue Borstenhörnchen sehen. Die haben so viele Eingänge zu ihrem Bau, dass sie bei Annäherung schnell verschwunden sind.
Hinter dem Haus befindet sich ein Damm mit einem mächtigen Erdwall, der sogar mit dem Auto befahrbar ist. Hier waren wir doch ziemlich enttäuscht, denn außer ein paar nervigen Nilgänsen und wenigen Enten haben wir hier nicht viel gesehen. Wenn es in den Bergen regnet, wird hier viel Wasser aufgefangen, aber der Damm war nur gering gefüllt.
Nebenan befindet sich in einer gemauerten Umfriedung der kleine alte Friedhof, auf dem man noch ein paar verwitterte Grabsteine findet. Daneben die Verladestation für die Rinder, hier konnte ich immer viele verschiedene Vögel beobachten. Leider waren alle Tiere rund um die Farm ziemlich scheu.
Die Sneeuberg-Karoo ist eine weite Naturlandschaft, sie verbindet typische Karoo-Merkmale mit einem ausgeprägten Hochland- und Gebirgscharakter. Benannt nach den Sneeubergen, einem Gebirgszug, der sich deutlich aus der umliegenden Karoo erhebt.
Hier findet man meist nur Zwergsträucher, Gräser in höheren, feuchteren Lagen und einige Sukkulenten. Die Vegetation ist niedrig, angepasst an Trockenheit, Frost und Beweidung. Herausstechend waren natürlich die großen Pappeln zwischen Haus und Damm sowie ein schon zum Baum gewachsener Feigenkaktus.












In der riesigen Pappel neben der Wäschespinne sass immer ein Klippschliefer, wir waren ziemlich verblüfft, denn wir haben Dassies noch nie auf Bäumen gesehen. Hier schon, denn es gab in der Umgebun wenig Felsen. Auch einen Acacia Pied Barbet (Tricholaema leucomelas) haben wir hier zum ersten Mal gesehen, auf Deutsch als Rotstirn-Bartvogel bekannt. Im südlichen Afrika wird er als Bonthoutkapper bezeichnet, leider war er sehr scheu, aber seinen Ruf konnten wir schnell von dem der hier ansässigen Hopoes unterscheiden.
Der Wiedehopf ist in weiten Teilen Afrikas verbreitet und auch hier gab es ein brütendes Paar. Hoepoes sind Höhlenbrüter und es hat eine Weile gedauert, bis wir ihren Brutplatz entdeckt haben. Meist sassen sie auf dem Gartenzaun oder auf einem kleinen Baum, aber bei einem Anflug entdeckten wir, dass sie direkt unter dem Dach vor der Überwachungskamera ihr Nest hatten. Wiedehopfe bauen kein Nest im eigentlichen Sinn, die Eier liegen auf dem Untergrund der Höhle. Die Brutstätte kann stark riechen, da Weibchen und Jungvögel ein abwehrendes Sekret absondern, ein typisches Merkmal der Art. Das hat man aber nicht bis unten zur Veranda gerochen.
Auf dem Stück zwischen Viegatter und Haus blühten im Frühjahr einige Pflanzen, die Schmetterlinge und Inselten anlockten. So habe ich täglich meine Runde gedreht, um neue Arten zu entdecken, leider kann ich nicht alle Bilder hier zeigen.













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