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TWEEFONTEIN HOUSE

Die Buchung vom Tweefontein Farmhouse war auf keinen Fall ein Fehler, wir sind aber von falschen Voraussetzungen ausgegangen. Denn im Jahr zuvor haben wir im Sneeuberg Nature Reserve gewohnt, das uns sehr gut gefallen hat. Allerdings ist es auch ziemlich hochpreisig und auf dem Weg dorthin hatten wir bestes Wetter und fuhren spannende 26 Kilometer bis zum Gate des Sneeuberg Nature Reserve. Unterwegs liefen immer wieder Gruppen von Gnus davon, wir sahen Strauße, Borstenhörnchen, Paviane, Blue Cranes und Frankoline am Wegrand.

Die Straße führt vorbei am idyllisch gelegenen Farmhaus der Schaffarm Blaauwater, sie wird von der Familie Kingwill bereits in der 4. Generation betrieben. Hier wurden vier Betriebe: Tweefontein, Blaauwater, Lusernvlei und Dwarsvlei, zu Blaauwater Farms zusammengeführt mit einer Fläche von 7.250 Hektar. Justin und Liesl bewirtschaften seit 2006 in vierter Generation den Hof mit 4.500 Merinoschafen und 400 Bonsmara und Angus-Rindern. Blaauwater eignet sich ideal für die Woll-, Hammel- und Rindfleischproduktion und liefert jährlich 20.000 kg Wolle sowie 1.800 Lämmer und 200 Kälber.

Im Angebot für Gäste zum Übernachten mit Selbstverpflegung gibt es ein Gartenhaus für 4 Personen auf Blaauwater, am Fuße des Naude's Berg Pass liegt das Glen Cottage für 8 Personen und es gibt noch ein Haus namens Coral Tree in Graaff-Reinet für 9 Personen.

Wir haben uns für das einsam gelegene Farmhaus Tweefontein entschieden, ein historisches Juwel in der Sneeuberg-Region der Karoo. Es bietet eine authentische Farmstay-Erfahrung und besticht durch seinen historischen Charme, der 2016 behutsam renoviert wurde. Dabei bleiben viele Originalmerkmale, darunter die beeindruckende Holzdecke und Teile des Fußbodens, erhalten.

Man hat das ganze Haus für sich alleine und sieht keinen anderen Menschen, ist umgeben von Rindern, Vögeln und der Weite der Karoo Landschaft. Nebenan befindet sich noch eine geschlossene Scheune und auf der anderen Seite steht eine Gruppe hoher Pappeln. Mit der Gastgeberin Liesl Kingwill hat man über WhatsApp Kontakt.

Leider erfolgt die Zufahrt gar nicht über Blauuwater und über den Weg, den wir mit so vielen Tieren in Erinnerung hatten. Man hat eine eigene Zufahrt von der N9, auf der man zwar vom Farmhaus aus ein paar LKWs fahren sieht, man hört sie aber nicht, weil Hügel davor liegen.

Das Haus bietet Platz für bis zu 9 Personen und ist natürlich für 2 Personen viel zu groß, aber wir haben hier nur 2.200 Rand pro Nacht bezahlt und hatten für 4 Nächte allen Luxus und vor allem die von uns gesuchte Einsamkeit.

Mehr zur Umgebung und weitere Bilder von unserem Aufenthalt findet Ihr auf der Seite Karoo Farmleben, wohnen auf Tweefontein.





Lage

Die Fahrt von Graaff-Reinet nach Tweefontein dauert etwa 40 bis 45 Minuten, es sind nur ca. 57 km. Daher haben wir nach dem Check out im Kilassy House noch das Wildgebiet im Camdeboo Nationalpark besucht.

Dann fährt man auf der N9 in nördlicher Richtung Middelburg. Es gibt zwei Abzweigungen auf der linken Seite, die nach Nieu-Bethesda führen. Daran fährt man vorbei und erreicht ein Gate mit Tweefontein-Schild. Dort gibt man den Code ein und biegt nach links auf die auf die Schotterstraße ab.

Das Haus liegt nach 1,5 Kilometern Fahrt auf der rechten Seite, am Fuße des majestätischen Lootsberg-Passes.

Es ist umgeben von Vieweide und auf den Hof fährt man über ein Vieh-Grid, damit die Rinder sich nicht dem Haus nähern. Hinter den Gebäuden befindet sich ein großer Damm. Das direkt neben dem Haus eine Reihe großer Pappeln steht war auf den Bildern zur Vermietung nicht zu sehen gewesen.

Es gibt leider keinerlei Informationen zur Umgebung im Haus. Am Haupthaus in Blauuwater waren wir gar nicht, auch weil es hier zum ersten Mal Regen und Gewitter gab in diesem Urlaub. An einem Tag kam ein Mann und holte den Feuerlöscher aus dem Haus, weil der geprüft werden musste. Fast der einzige Mensch, den wir hier in drei Tagen sahen. Gut, dass es danach nicht gebrannt hat. Am anderen Tag kamen Farmarbeiter mit einem Pickup zum Zaun und haben den Regenmesser abgelesen.




Die Unterkunft

Dieses schön renovierte und komplett für Selbstversorger ausgestattete Haus mit 4 Schlafzimmern und 2 Badezimmern bietet bequem Platz für 9 Personen und hat einen ganz eigenen Charme. Wir haben hinter dem Haus geparkt, von dort gelangt man sofort in die Küche. Sie verfügt über eine Waschmaschine, einen Geschirrspüler, ein Airfryer, einen Gas-/Elektroherd und eine Mikrowelle. Dazu sind natürlich alle Töpfe, Geschirr und Gläser in ausreichender Anzahl vorhanden, so dass man mit 2 Personen die Spülmaschine auch voll bekommt.

Wenn man hier Feuerholz brauchen würde, das befindet sich im Anbau. Dort gibt es einen weiteren Aufenthaltsraum zum Grillen für größe Gruppen, wenn es draussen zu kalt oder zu windig ist. Die Aussenanlagen sind wenig gemütlich, es gibt nur harte Tische und Stühle aus Eisen oder aus behauenen Steinen. Aber leider keine Liegen, daher haben wir uns eher im Inneren aufgehalten oder Stühle mit Kissen auf der Veranda gestellt.

In der Küche lag auch eine Preisliste für Feuerholz, Biltong oder Rusks, die essbaren Waren fanden wir aber nicht. Ein kleines Glas mit Rusks haben wir nicht angerührt, da wir ja nicht wussen ob die jetzt bezahlt werden mussten. Sonst war nichts vorhanden, also Öl, Gewürze, Essig etc. muss man alles selbst mitbringen. Neben der Küche gibt es einen Esstisch und ein Wohnzimmer, eine weitere Lounge mit großem Kamin ist durch eine Tür erreichbar. Von dort führt eine weitere Tür dann auf die vordere Terrasse mit schöner Aussicht, die aber unmöbliert ist.

Es gibt insgesamt 4 Schlafzimmer im Haus konfiguriert mit 2 Doppelbetten und 5 Einzelbetten. Das Haus verfügt über 2 Badezimmer, das Hauptschlafzimmer hat ein En-Suite-Bad mit Dusche und Badewanne.

Wir haben einen Teil des Hauses abgesperrt und somit zwei Schlafzimmer und ein Bad gar nicht betreten. In unserem Schlafzimmer war allerdings der Holzfußboden in Richtung Bad von Termiten zersetzt. Damit wir uns da nicht mit nackten Füßen verletzten, haben wir einfach einen Teppich aus einem der anderen Schlafzimmer darüber gelegt und alles war bestens.

WLAN ist verfügbar. Es gibt Heizgeräte und elektrische Heizdecken für den Winter sowie Ventilatoren für den Sommer. Einen Fernseher sucht man vegeblich, den haben wir aber auch nicht vermisst.






Essen

Am Abend, nach Betrachten des Sonnenuntergangs, haben wir dann gekocht und das Essen am großen Tisch eingenommen. Auf zwei Tage verteilt gab es erst einmal einen Rose Sekt von Graham Beck zum Sunset. Dann am ersten Abend ein Beef Fillet mit Griechischem Salat, dazu eine Flasche Rainbow`s End Syrah.

In Graaff-Reinet hatten wir uns in der neuen Bäckerei eine wunderbare Zitronentarte gekauft, die uns am Nachmittag mit einer Tasse Kaffee wunderbar geschmeckt hat. Am zweiten Abend gab es dann den Rest vom Filet in Streifen geschnitten in Currysauße mit Bohnen. Dazu ein Rainbows End Chenin Blanc.

Unser ewiges Lieblingsgericht wenn es schnell gehen soll: Nudeln mir Koriander Pesto, Schafkäse und Tomaten gab es dann am dritten Abend, da wir vorher noch einen langen Spaziergang gemacht hatten. Ein Lynx Rose war passend zum Essen.

Mit den Resten, wir haben nicht alles geschafft, haben wir dann am letzten Abend einen Nudelsalat zubereitet: So waren die eingelegten Zwiebeln im Glas, die Paprika, Tomaten und der Schafkäse aufgebraucht. Leider danach auch die Flasche Rotwein, ein Faithful Hound von Mulderbosch den wir schon lange nicht mehr hatten. Immer wieder lecker.




Fazit

Schönes, einsames Farmhaus mit histroischen Ambiente und modernen Annehmlichkeiten in der Weite der Karoo.

Im November 2025 waren wir für vier Nächte hier.

Hier ist ein Link zum zu Tweefontein.



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