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IM FRÜHLING

Wir waren schon oft in Graaff-Reinet, aber im Jahr 2025 kamen wir endlich mal im Frühling hierher und die hübsche Stadt mit den vielen weißen Gebäuden hatte zu dieser Jahreszeit einen ganz besonderen Zauber.

Im ganzen Ort säumen prächtige Jacaranda-Bäume, auf deusch Palisanderholzbäume, viele Straßen. Im Rest des Jahres sind sie eher unscheinbar, aber sie sorgen für ein spektakuläres Farbspiel, das wir hier bisher noch nie hier erlebt haben. Während die Karoo-Sonne langsam an Kraft gewinnt, verwandelt sich die "Juwel der Karoo" in ein botanisches Meisterwerk. Die Bäume blühen im südafrikanischen Frühling, typischerweise von Ende September bis in den November.

Während dieser Zeit verwandeln sich die Straßen in violette Alleen, da die glockenförmigen Blüten nicht nur die Äste schmücken, sondern beim Herunterfallen auch den Boden wie ein Teppich bedecken. Wenn sie in voller Blüte stehen, bilden sie ein leuchtend violettes Blätterdach, das einen wunderbaren Kontrast zu den weißen Fassaden der kapholländischen Architektur bildet.

Die Luft ist erfüllt von einem dezenten, süßlichen Aroma. Wenn die Blüten dann zu Boden fallen, verwandeln sich die Bürgersteige in weiche, lilafarbene Pfade. Wir haben sie dieses Mal in voller Blüte erlebt, das timing war perfekt.

Vor allem ein Schlendern durch die Bourke Street oder die Parsonage Street hat sich gelohnt. Die historischen Gebäude, umrahmt von den blühenden Jacarandas, bieten Postkartenmotive an jeder Ecke.

Auch ein Ausflug in den Camdeboo-Nationalpark ist im Frühling besonders reizvoll. Die Landschaft wirkt nach den Regenfällen frischer, und der Stausee war gut gefüllt.








Neues aus Graaf-Reinet

Es gibt in Graff-Reinet einige Restaurants, die wir diesmal bei nur 2 Nächten Aufenthalt nicht geschafft haben. Auch, weil wir wieder im Hello You verabredet waren und am ersten Tag nach langer Fahrt mit Mittgessen erst einmal unsere schöne Unterkunft Killassy House genießen wollten.

In Graaff-Reinet hat sich in den letzten zwei bis drei Jahren doch so einiges einiges getan. Die Stadt festigt ihren guten Ruf als "Juwel der Karoo". Das Frontiers Karoo Restaurant in der historischen Parsonage Street gelegen, hat neue Besitzer. Als wir im Jahr 2018 gegenüber in De Kothuize gewohnt haben, war das noch recht einfach. Doch es hat sich schnell einen Namen gemacht mit traditioneller Karoo-Küche in einem rustikalen, aber stilvollen Ambiente. Leider haben wir es nicht mehr geschafft, weil wir zur nächsten Unterkunft Tweefontein House weitergefahren sind.

Neu ist auch die Rocco Torro Distillery, eine Neueröffnung für Fans von Spirituosen. Eine der modernsten, dedizierten Agaven-Destillerien in Südafrika stellt authentischen Karoo Agave Spirit ähnlich wie Tequila aus lokal wachsenden Agaven her.

Das ist keine neue Idee, Agava Gold und Agava Silver in einfachen Flaschen haben wir hier schon vor fast 20 Jahren gekauft. Leider sind die damaligen Betreiber mehrmals pleite gegangen. In der Karoo hat sich in den letzten Jahren eine kleine, aber sehr feine Industrie für Agavenschnaps entwickelt. Da der Name "Tequila" geschützt ist, nutzen die südafrikanischen Produzenten eigene Bezeichnungen für ihre Destillate aus der Agave Americana. Aktuell gibt es etwa 5 bis 7 nennenswerte Akteure in der Region, die meisten aus Graaff-Reinet.

Wie zum Beispiel La Tierra Agava. Tim Murray ist einer der führenden Agavenzüchter Südafrikas und wird für sein profundes Fachwissen und Verständnis der Agavenpflanze sowie für die Feinheiten der Herstellung von Premium-Agavenspirituosen auf seiner Roodebloem Farmhouse in Graaff-Reinet geschätzt. Er produziert auf für Leonista und für seine Eigenmarke Three Agaves.

Die verwendten Agaven wurden ursprünglich vor über 100 Jahren als Viehfutter und lebende Zäune eingeführt. Heute profitieren die Destillateure davon, dass die Pflanzen in der Karoo bis zu fünfmal größer werden als ihre mexikanischen Verwandten und durch die extremen Temperaturunterschiede ein sehr komplexes Aroma entwickeln.

Insgesamt ist Graaff-Reinet deutlich hipper geworden, ohne seinen historischen Charme zu verlieren. Man merkt den Einfluss jüngerer Unternehmer und Künstler, die die Stadt als Rückzugsort für sich entdeckt haben.

Ein Ergbnis davon ist auch die wunderbare neue Bäckerei in der Somerset Street 32, die in zentraler Lage eröffnet hat. Dies ist derzeit die beste Adresse für alle, die klassisches Bäckerhandwerk suchen. Hier bekommt man Kuchen, leckeres Gebäck, hochwertige Delikatessen und vor allem das beste Brot der gesamten Reise. Auch aus Sauerteig.










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