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Auf dem Weg von Sigiriya nach Anuradhapura hatten wir genug Zeit und vereinbarten mit unserem Fahrer einen kleinen Umweg. Wir wollten uns unterwegs noch eine antike Stätte in der Nähe von Kekirawa in der Nordzentralprovinz ansehen.
Das Aukana Rajamaha Viharaya ist ein bedeutender Ort, der vor allem für die monumentale, stehende Buddha-Statue berühmt ist. Sie gilt als eines der vollkommensten Beispiele für die Steinmetzkunst im antiken Sri Lanka.
Die Anfahrt von Sigiriya zur Aukana-Statue führt durch die idyllischsten Landschaften der Zentralprovinz. Etwa 30 Kilometer nordwestlich von Dambulla erreicht man Aukana über die A9 und die Talawa-Straße bei Kekirawa. Fünf Kilometer weiter auf der Talawa-Straße biegt man an der Kreuzung Ehalagama links ab. Sobald man die belebten touristischen Pfade verlässt, wandelt sich die Umgebung in ein Panorama aus sattem Grün. Die Strecke wird gesäumt von endlosen Kokospalmen.
Ein Highlight der Fahrt ist die Passage entlang eines sogenannten Wewas, dem Kala-Wewa-Stausee. Diese antiken Wasserspeicher, die oft wie natürliche Seen wirken, liegen ruhig in der Landschaft und spiegeln den weiten Himmel wider. Die Straße führte uns etwas erhöht durch eine schattige Allee aus alten Bäumen und weiter bis zum Parkplatz unterhalb vom Tempel.
Hier wartete unser Fahrer im Auto auf uns und wir konnten in Ruhe die Anlage erkunden. Der Tempel ist normalerweise von 7:00 bis 17:30 Uhr geöffnet und kostet 1.500 LKR Eintritt pro Person. Die beste Zeit für einen Besuch der Aukana-Buddha-Statue ist die Morgendämmerung, wenn die ersten Sonnenstrahlen die Statue am besten zur Geltung bringen. Das haben wir leider nicht geschafft und waren kurz vor Mittag hier.
Der Besuch der Aukana-Buddha-Statue stellt einen kulturellen Höhepunkt der Reise durch das kulturelle Dreieck Sri Lankas dar. Das monumentale Bildnis, das im 5. Jahrhundert unter der Herrschaft von König Dhatusena aus einer massiven Granitwand gehauen wurde, beeindruckt alleine schon durch seine schiere Größe von fast 14 Metern. Die Statue gilt als das vollkommenste Beispiel antiker Steinmetzkunst auf der Insel und zeugt von einer handwerklichen Präzision, die über die Jahrhunderte nichts von ihrer Faszination verloren hat. Sie ist aus einem einzigen Steinblock gefertigt, wobei eine schmale Gesteinsschicht an der Rückseite für zusätzliche Stabilität sorgt.
Die Statue soll das Ergebnis eines Wettstreits zwischen einem Steinmetzmeister und seinem Schüler sein. Der Legende nach gewann der Meister, sein Werk ist die heutige Aukana-Buddha-Statue. Interessanterweise befindet sich die vom Schüler geschaffene Statue 16 Kilometer entfernt im Reswehera Rajamaha Viharaya Tempel in unvollendetem Zustand.
Sobald man das Gelände betritt und von einer Terrasse die tiefer stehende Buddhastatue erblickt, fällt die außergewöhnliche Detailverarbeitung ins Auge. Die feinen Falten des Gewandes wirken trotz des harten Gesteins beinahe wie fließender Stoff. Eine Besonderheit ist die Haltung der rechten Hand, die in der sogenannten Asisa Mudra erhoben ist, um den Gläubigen Segen zu spenden.
Die architektonische Meisterschaft zeigt sich auch in der perfekten Symmetrie der Statue, die so konzipiert wurde, dass Regenwasser von der Nasenspitze exakt in den Zwischenraum der Füße tropft. Das passiert heute leider nicht mehr, denn man hat wie auch bei anderen historischen Stätten ein riesiges Dach darüber gebaut.
Die Atmosphäre vor Ort ist geprägt von einer tiefen Ruhe und Spiritualität, da die Anlage weit weniger überlaufen ist als die Hauptattraktionen in Sigiriya, Anuradhapura oder Polonnaruwa. Der Tempelkomplex ist von üppiger Vegetation sowie einer friedvollen Umgebung umgeben und bietet eine ruhige Atmosphäre.
Da der Tempel ein aktives Heiligtum ist, begegnet man oft einheimischen Gläubigen und Mönchen, die Lotusblüten opfern und so die lebendige Tradition dieses historischen Ortes unterstreichen.
Neben der ikonischen Buddha-Statue beherbergt der Tempel antike Ruinen und kleinere Stupas, die zu weiteren Entdeckungen einladen. Ein Sonnenskink ließ sich von unserer Anwesenheit nicht stören.
Nach dem Rundgang fuhren wir dann weiter zum Maho Boutique Hotel im Norden von Anuradhapura.






















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