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VÖGEL AM REISFELD

Gewohnt haben wir im Dorf Deniyaya in einem einfachen Homestay, dem Rainforest Star. Von dieser Art gibt es in der Region bereits sehr viele und gefühlt entstehen derzeit doppelt so viele Neubauten, da jede Familie am Tourismus partizipieren möchte. Die kleine Terrasse an unserem Bungalow lag direkt an einem Reisfeld, das aber leider nur teilweise bestellt war. Dennoch zogen die kleinen Kanäle voller Wasser viele Vögel an, die wir schon vom Zimmer aus beoachten konnten.

Auch in der näheren Umgebung gab es noch zahlreiche weitere Reisfelder, dazwischen Teiche mit wunderschönen Seerosen und üppige Garten rund um die Häuser.

Eine Wanderung vorbei an den Reisfeldern hier am Rande des Sinharaja-Waldreservats bietet einen faszinierenden Kontrast zur dichten Wildnis des Regenwaldes. Während man auf den schmalen Straßen zwischen den sattgrünen Terrassen wandelt, öffnet sich der Blick auf ein offenes Ökosystem, das besonders für Vogelliebhaber eine wahre Schatzkammer darstellt. Hier wird die traditionelle Landwirtschaft zur Bühne für eine beeindruckende Vielfalt an gefiederten Bewohnern, die das stehende Wasser und die reiche Insektenwelt der Felder als Nahrungsquelle nutzen.

Besonders auffällig sind die Bienenfresser, die in eleganten Kurven durch die Luft gleiten und mit akrobatischen Flugmanövern Libellen und andere Fluginsekten erbeuten. Ihr buntes Gefieder leuchtet in der tropischen Sonne, während sie oft in Gruppen auf den Stromleitungen oder den Ästen am Feldrand rasten.

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In den tiefer gelegenen, bewässerten Flächen lassen sich zudem verschiedene Reiherarten beobachten, die mit stoischer Geduld im Wasser verharren, bis sich eine passende Gelegenheit zum Zustoßen bietet. Ziemlich schwer manchmal, sie zwischen den Halmen zu entdecken und zu fotografieren.

Ein archaischer Anblick ist der Klaffschnabel-Storch (Asian Openbill). Er ist aufgrund der markanten Lücke zwischen seinen Schnabelhälften unverkennbar, eine spezialisierte Anpassung, die es ihm ermöglicht, die Gehäuse von seiner Hauptnahrung, den Wasserschnecken, präzise zu knacken.

Der Klaffschnabel-Storch wird oft fälschlicherweise für ein verletztes Tier gehalten, da die Lücke im Schnabel sehr unnatürlich wirken kann. Tatsächlich berühren sich die Schnabelspitzen jedoch perfekt, was dem Vogel einen pinzettenartigen Griff verleiht, während die Lücke in der Mitte Platz für die Rundung großer Schneckenhäuser bietet. Man sieht diese großen Vögel oft majestätisch durch die Felder schreiten oder in den Thermiken über dem Tal kreisen.









Birding

Während im dichten Inneren des Dschungels eher spezialisierte Arten leben, dominieren in den offeneren Randgebieten vor allem zwei Gruppen das Bild: die blitzschnellen Eisvögel und die majestätischen, wenn auch lautstarken Pfaue. Die Region beherbergt verschiedene Arten von Eisvögeln, die jeweils ihre eigenen Jagdgründe und Vorlieben haben.

Der Weißhalstriel (White-throated Kingfisher)ist der am häufigsten gesichtete Vertreter. Mit seinem leuchtend blauen Rücken, den kastanienbraunen Flügeln und dem namensgebenden weißen Kehlfleck ist er eine markante Erscheinung. Im Gegensatz zu vielen anderen Eisvögeln jagt er nicht nur Fische, sondern sitzt oft auf Stromleitungen oder Zäunen fernab vom Wasser, um Insekten, Eidechsen oder kleine Frösche im Gras zu erbeuten.

Der Eisvogel (Common Kingfisher) ist deutlich kleiner und ein spezialisierter Fischer. Man sieht ihn meist als tiefblauen Blitz direkt über die Wasseroberfläche der kleinen Bäche und Bewässerungskanäle schießen. Sein Gefieder schimmert metallisch und ist perfekt darauf ausgelegt, ihn bei seinen rasanten Sturzflügen ins Wasser zu tarnen.

Der Blaue Pfau (Pavo cristatus) ist in Sri Lanka weit verbreitet und hat sich in den letzten Jahren auch in den ländlichen Regionen nahe Sinharaja stark ausgebreitet. In den Reisfeldern von Mederipitiya ist er am frühen Morgen oder in der Abenddämmerung ein gewohnter Anblick.

Die Männchen sind mit ihrer langen, augengefleckten Schleppe und dem schillernd blauen Hals eine imposante Erscheinung. Oft sieht man sie majestätisch durch die Reisfelder schreiten oder auf den Dächern der Häuser und in den Gipfeln der Kokospalmen sitzen. Ihr lauter, fast klagender Ruf ist charakteristisch für die Geräuschkulisse der srilankischen Dörfer.

Einer der am häufigsten gesichtete Greifvogel der Region ist der Schlangenweihe (Crested Serpent Eagle). Man sieht ihn oft majestätisch über den Baumkronen oder den Reisfeldern kreisen. Er sitzt oft geduldig auf hohen Pfosten oder Ästen am Waldrand und wartet darauf, eine Schlange oder Echse im Gras zu entdecken. Sein lauter, durchdringender Ruf ist ein typisches Geräusch der Region. Auch Haubenadler (Crested Hawk-Eagle), Brahminenweihe (Brahminy Kite) und Prachtadler (Mountain Hawk-Eagle) kann man hier beobachten. Die beste Zeit, um Greifvögel kreisen zu sehen, ist der späte Vormittag, wenn die Thermik über den Tälern zunimmt und die Vögel die aufsteigende warme Luft nutzen, um kraftschonend in die Höhe zu gleiten.












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