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RAINFOREST STAR

Das Rainforest Star war die günstigste Unterkunft der gesamten Reise, denn wir haben für drei Nächte inklusive Vollpension lediglich rund 100 Euro bezahlt. Hier wohnt man als einzige Gäste in einem eigenen, kleinen Bungalow direkt neben dem Haus der Familie.

Im Haus nebenan leben Prabath und Tikiri mit ihren beiden Kindern. Dennoch genießt man genügend Privatsphäre und einen unverstellten Blick über die Felder. Bereits kurz nach unserer Ankunft landeten die ersten Vögel, wie Bienenfresser, Klaffschnabelstörche und Eisvögel, direkt vor uns, was uns sehr begeistert hat.

Beim Einchecken stellte sich heraus, dass der Preis ein Fehler der Eigentümer bei der Eingabe auf Booking.com war, da normalerweise nur Übernachtung mit Frühstück angeboten wird. Man zeigte uns zunächst eine Speisekarte mit Preisen, was uns verwirrte, doch die Situation wurde schnell geklärt: Selbstverständlich erhielten wir die gebuchte Vollpension.

Dafür wurden das von uns bestellte Bier und vor allem die von Prabath angebotenen Ausflüge zu recht hohen Preisen in US-Dollar abgerechnet. Bei der Preisliste für die Exkursionen mussten wir erst einmal schlucken, da sich die Eigentümer der vielen Homestays in dieser Gegend vor dem Eingang zum Nationalpark offenbar bei der Preisgestaltung ziemlich einig sind. Für Führungen in den Regenwald, den man ohne Begleitung gar nicht betreten darf, werden mindestens 50 Dollar pro Person aufgerufen, obwohl der Eintritt selbst nur einen Bruchteil dessen kostet.

Die beiden Ausflüge kosteten uns einmal 100 Dollar für eine 20 Kilometer lange Fahrt in einem geliehenen, alten Tuk-Tuk und einmal 150 Dollar für eine fünfstündige Wanderung. Das in den Bewertungen erwähnte Allradfahrzeug, weswegen wir die Unterkunft eigentlich auch ausgewählt hatten, befand sich laut Aussage der Gastgeber gerade in der Werkstatt. Mehr Informationen zu den Ausflügen im Nationalpark findet ihr auf den Seiten Sinharaja Forest - Wasserfälle und Unterwegs im Pitadeniya Gebiet.

Einerseits fühlten wir uns hier mit viel Charme ein wenig übervorteilt, andererseits ist Prabath ein lizenzierter und zudem sehr guter Guide für den Nationalpark. Er ging auf unsere Wünsche ein, passte sich unserem Tempo sowie den Fotopausen an und zeigte uns viele Tiere, die wir allein nicht entdeckt hätten. Zudem suchte er stets nach dem besten Winkel für ein Foto.

Allerdings sollte man die Ausflüge bereits im Vorfeld fest vereinbaren, da er an einem Tag schon von externen Gästen gebucht war, die nicht in seinem Homestay wohnten.

Man kann in der Region jedoch auch sehr gut allein spazieren gehen, um nach Vögeln und Echsen Ausschau zu halten. Zu sehen auf den Seiten Im Reisfeld und Dorfspaziergang. Oder man kann auf eigene Faust zum Eingang des Nationalparks gehen und sich dort direkt einen Guide vor Ort mieten mieten. Da wir nur 3 ganze Tage hatten und Wanderungen hier sehr anstrengend sind, hatten wir dazu keine Zeit mehr.

Auf der anderen Seite des Wohnhauses entstand auf dem Grundstück gerade ein Neubau, von dem wir aber bis auf ein wenig Klopfen und Sägen jedoch kaum etwas mitbekommen haben. Da dort zwei weitere Zimmer entstehen, kommen hier künftig wohl sechs Gäste auf einen Guide.

Unsere Weiterfahrt nach Tangalle wurde am Ende des Aufenthalts günstig mit einen befreundeten privaten Fahrer aus dem Dorf organisiert.




Lage

Das Rainforest Star befindet sich unter der Adresse Olimulla Hena, Mederipitiya, Deniyaya 81500 und ist über schmale, asphaltierte Landstraßen zu erreichen. Die letzten Meter sind steil und eng, weshalb unser Fahrer mit seinem guten Auto hier aufgab und unsere Koffer lieber auf den letzten Metern bis zur Unterkunft geschleppt hat.

In der gesamten ländlichen Region gibt es zahlreiche Unterkünfte dieser Art mit ein bis drei Zimmern und gefühlt ebenso viele Neubauten. Sehr viele tragen das Wort "Rainforest" im Namen, weshalb man sie schnell verwechseln kann. Dazwischen liegen Plantagen, Reisfelder und ein wenig Urwald, der bis zum Dorf mit wildem Leben gefüllt ist. Direkt neben dem Rainforest Star stehen etwas unterhalb zwei neue, für uns eher unästhetische, spitze Gebäude mit grünem Dach, die man von der Unterkunft aus jedoch nicht sieht.

Die schmale Straße am Ende der Felder ist erstaunlich gut befahren. Zu Fuß erreicht man auf ihr nach 1,3 Kilometern den Sinharaja Pitadeniya Ticketcounter und somit den offiziellen Eingang zum Nationalpark. Ein weiterer Eingang, der Sinharaja Rainforest Lankagama Entrance mit seinen vielen Wasserfällen liegt knapp 10 Kilometer entfernt und ist gut mit dem Tuk-Tuk zu erreichen.

Zum größeren Ort Deniyaya, der verschiedene Einkaufsmöglichkeiten bietet, sind es ebenfalls etwa 10 Kilometer.



Zimmer

Das 56 m² große Zimmer wurde mit viel Liebe eingerichtet und wir haben uns hier wohl gefühlt. Es ist nicht einfach nur ein Zimmer, sondern ein gemütliches Minihaus mit Terrasse, von der aus man schön die Vögel im Reisfeld beobachten kann.

Durch üppiges, am Abend schön beleuchtetes Grün betritt man durch einen Torbogen aus Zement die kleine Terrasse. Hier stehen zwei bequeme Plastikstühle und es gibt einen Tisch in Kombination mit zwei Bänken ohne Rückenlehne aus Holzplanken. Dort wurden die Mahlzeiten serviert.

Wir fanden den Tisch etwas unbequem und wenn einer aufstand musste der andere darauf achten kein Übergewicht nach hinten zu bekommen. Aber lange hat man dort ja nicht gesessen und ein neues Möbelstück war laut der Besitzer schon in Arbeit.

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Im Zimmer gab es eine gemauerte Bank als Ablage und eine Ecke mit Spülbecken und der Möglichkeit, sich einen Kaffee oder Tee zu kochen. Große Fenster mit Blick ins Grüne gibt es hier, versehen mit Vorhängen, da hier am Nachmittag die Sonne reinscheint.

Neben dem Bett gab es noch einen Handtuchständer, über den man auch mal Kleidung legen konnte. Kleiderschrank, Klimaanlage, Schreibtisch oder Bügel suchte man vergeblich.

Dafür war das Bett hier groß und sehr bequem, mit rundum Moskitonetz. Wir haben aber kaum Moskitos gesehen. Es gab kleine Ablagen und auf einer Seite war der Zugang recht eng, aber wir haben hier sehr gut geschlafen. Ein Standventilator mit Schwenkautomatik sorgte für etwas Abkühlung.

Das Badezimmer wurde sehr oft in den Bewertungen lobend erwähnt und es befindet sich hinter einer Glaswand mit Türe, denn nach oben ist es am aufliegenden Dach ziemlich offen. Es ist sehr individuell gestaltet, zum Duschen steigt man Stufen herab in einen tiefer liegenden Bereich. Waschbecken und Toilette liegen weiter oben.

Direkt an der Tür begannen jedoch schon die Stufen nach unten, so dass man immer sehr gut aufpassen musste wo man hintritt, wenn man zum Waschbecken und auf die Toilette wollte. Architektonisch originell. Die Dusche war - wie oft zu finden - doppelt, einmal für ungeheiztes lauwarmes Wasser und einmal mit einem kleinen Durchlauferhitzer.




Frühstück

Das Frühstück wurde um 8:00 Uhr auf unserer kleinen Terrasse serviert. Es gab täglich einen Teller mit Obst, meist bestehend aus Bananen, Ananas, Papaya und Wassermelone. Dazu wurden Reis oder Milchreis, Dal oder Kartoffelcurry sowie Kokosnuss-Chili gereicht, was wir zusammengemischt aßen.

Als süße Beilage bekamen wir dreimal gerollte Pfannkuchen aus Mehl mit Kokos mit einer Füllung aus Zimt und dem Palmsirup Kethul, die hier Pittu genannt werden. Zur Abwechslung gab es einmal flache Bananenpfannkuchen.

Zum Abschluss wurde eine Tasse Kaffee serviert, der am ersten Tag noch mit frischer Milch und danach leider nur noch mit Creamer-Pulver gereicht wurde.



Kulinarisches

Wir hatten über Booking diese Unterkunft mit Vollpension gebucht, weshalb wir hier sowohl ein Mittagessen als auch ein Abendessen erhielten. An zwei Tagen waren wir nach dem Frühstück im Dschungel unterwegs, doch da wir in der schwülen Luft nicht stundenlang bis zum letzten Wasserfall laufen wollten, verzichteten wir auf ein Picknick. Das Mittagessen gab es dann bei der Rückkehr erst gegen 14:00 Uhr.

Mittags bekamen wir zweimal gut gewürzte Portionen gebratenen Reis oder gebratene Nudeln mit Gemüse und ein wenig Huhn. An den ersten drei Abenden wurden ähnliche Gerichte serviert, darunter einmal sehr leckere Nudeln mit Knoblauch. Die Portionen waren immer reichlich, gut gewürzt und wir wurden stets satt.

Am letzten Abend wollte man uns etwas Besonderes bieten, und es gab Reis mit vier verschiedenen Currys: Bohnen, Kartoffelcurry, Jackfruit und ein Curry aus Bananenblüten. Ich hatte zuvor erwähnt, dass ich Letzteres sehr gerne mag.

Das Bananenblüten-Curry (Kehel Muwa) gilt als kulinarische Besonderheit Sri Lankas. Die Zubereitung ist sehr aufwendig, da die äußeren Blätter entfernt und die inneren Blüten mühsam gereinigt und in Wasser mit Kurkuma eingeweicht werden müssen, um die herbe Note zu mildern. Dass die Gastgeber dies extra für uns zubereitet haben, ist eine schöne Geste der lokalen Gastfreundschaft. Dazu wurden die hier üblichen kleinen Papadams gereicht.

Die Nebenkosten auf der Rechnung beliefen sich lediglich auf acht große Dosen Lion Bier für insgesamt 9.600 Rupien, was ein stolzer Preis ist. Aber am Ende eines langen, heißen Tages mit einer Wanderung war dies eine schöne Erfrischung, die wir uns gönnten. Wasser in großen Flaschen gab es zu allen Mahlzeiten kostenlos dazu, so viel konnten wir gar nicht trinken.




Fazit

Eine für den gesamten Standard dieser Reise eher einfache Unterkunft, Preis-Leistung für die Unterkunft war top! Mit höheren Nebenkosten für Touren als anderswo.

Im Januar 2026 waren wir vier Nächte hier.

Hier ist ein Link zu Booking.com direkt zur Unterkunft Rainforest Star.

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