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Sri Lanka ist ein Paradies für Reisende – das gilt nicht nur für die Landschaften, Strände und Nationalparks, sondern auch für die Unterkünfte. Über das ganze Land verteilt findet man alles: kleine Gästehäuser, in denen man wie bei Freunden wohnt, luxuriöse Strandresorts mit Infinity-Pool und Spa-Angebot oder historische Stadthäuser im Kolonialstil, die mitten im Geschehen liegen.
Wir haben uns bei unserem ersten Urlaub auf der Insel bemüht, möglichst die ganze Bandbreite zu erleben, jedoch ohne Häuser für Gruppenreisende und größere Anlagen. Dabei gibt es durchaus einige landestypische Besonderheiten, die ich auf dieser Seite einmal zusammenfasse.
Bei den meisten Unterkünften ist ein leckeres, hausgemachtes Frühstück im Preis inkludiert. Das fällt durchaus unterschiedlich aus; oft kann man zwischen einem deftigen srilankischen Frühstück und einem westlichen Angebot mit Toast, Würstchen und Eiern wählen. Frische Säfte und Früchte gibt es fast überall dazu, und meistens ist es üppig und sehr sättigend.
Oft wird auch ein Abendessen oder sogar Mittagessen angeboten. Sonderwünsche werden berücksichtigt, soweit dies möglich ist. Allerdings wird nach unserer Erfahrung manchmal viel besprochen und versprochen – und dann auch gerne schnell wieder vergessen. Man muss das Gewünschte oft aktiv einfordern. Manchmal stellt sich dann heraus, dass ein Wunsch nicht zu erfüllen war; man wollte wohl nicht das Gesicht verlieren und hat erst einmal zugesagt. Das kennen wir so auch aus Indien.
Neben Essen und Getränken werden manchmal auch Ausflüge zu Gewürzplantagen, Bootsfahrten auf Lagunen, Fahrradtouren, Massagen, Yogastunden am Strand oder Safari-Erlebnisse vermittelt. Wird es nicht direkt vom Hotel angeboten, dann kennt man jemanden, der es tut.
Das gilt auch für den Transport, sei es mit dem Tuk-Tuk oder für längere Transfers mit dem Auto. Einfach im Hotel Bescheid sagen, und der Fahrer wartet pünktlich wie abgemacht. Mehr dazu auf der Seite Transport in Sri Lanka.
Bei den meisten Unterkünften ist es nicht üblich, dass das Zimmer täglich gereinigt oder die Handtücher ausgetauscht werden. Manchmal passiert das alle 2–3 Tage oder es wird gefragt, ob man etwas benötigt – etwa eine Reinigung oder frische Handtücher. Wir brauchen keinen täglichen Service und waren immer ganz froh darüber, wenn mal niemand kam. Kommunikation ist alles: Wenn man ein Problem hat oder etwas möchte, wird meistens sofort darauf reagiert, aber man muss sich melden.
Da wir sieben Wochen unterwegs waren, haben wir auch ab und zu den Laundry Service in Anspruch genommen. Da die Luftfeuchtigkeit in Sri Lanka oft extrem hoch ist, ist der professionelle Reinigungsservice meist die bessere Wahl als der vergebliche Versuch, Kleidung selbst im Zimmer zu trocknen. Bezahlt haben wir dafür ab 150 LKR pro Stück oder 900 bis 1.200 LKR für vier Teile; einige Hotels geben die Wäsche an externe Dienste weiter. Meist kommen die Teile – bei uns waren es vor allem Hosen und Oberteile – dann gefaltet, süßlich duftend – und ungebügelt zurück.









In Sri Lanka beträgt die Netzspannung 230 Volt bei einer Frequenz von 50 Hz. Damit ist sie identisch mit der in den meisten europäischen Ländern, inklusive Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Die Steckdosen in Sri Lanka sind allerdings für Standardstecker vom europäischen Festland nicht passend. Am häufigsten findet man den Typ G (britischer Standard mit drei rechteckigen Pins und eingebauter Kindersicherung). Die Typen M (oft für größere Geräte) und D (drei runde Pins im Dreieck angeordnet) können vereinzelt ebenfalls vorkommen, wir fanden aber nur Typ D zweimal in 7 Wochen, einmal in einer sehr alten Unterkunft in Galle und einmal in einem noch älteren Tempel. Einige Unterkünfte hatten aufgerüstet und boten einzelne oder sogar mehrere Steckdosen mit "universal plug" an, alternativ eine bewegliche Steckdosenleiste mit mulitfunktionalen Steckdosen drin.
Europäische Stecker passen also nicht ohne Adapter; ein universeller Reiseadapter ist daher sehr empfehlenswert. Falls man mal in Verlegenheit ist und keinen Adapter hat: Bei den Typ-G-Dosen lässt sich die Kindersicherung oft entriegeln, indem man vorsichtig eine Kugelschreibermine in das obere (Erdungs-)Loch steckt, damit die beiden unteren Löcher für einen Eurostecker frei werden.
In den meisten Hotels sind zwar einige Adapter vorhanden, diese werden jedoch gerne von Gästen "aus Versehen" mitgenommen. Wenn keiner im Zimmer ist, lohnt es sich, danach zu fragen. Besser ist es jedoch, immer einen eigenen dabei zu haben – und diesen bei der Abreise auch wieder einzupacken. In einem Elektroladen in Kandy kostete uns ein Adapter schmale 60 Rupien, dafür bekommt man nicht mal eine Kokosnuss oder eine Flasche Wasser. Unser eigener Dreifachstecker für Ladegeräte war sehr hilfreich, da in den meisten Adaptern nur Schukostecker mit dicken Pins richtig fest halten, schmale Eurostecker wie an Steckernetzteilen sind oft etwas wackelig.
Ein Punkt, den man als Reisender in Sri Lanka nicht unterschätzen sollte, sind gelegentliche Stromausfälle. Gerade in ländlicheren Gegenden oder kleineren Hotels kann es vorkommen, dass das Stromnetz kurzzeitig ausfällt. Während größere Hotels und Resorts meist über Generatoren verfügen, muss man in einfachen Gästehäusern manchmal schlicht warten, bis der Strom zurückkehrt. Eine Taschenlampe oder eine Powerbank für das Handy können daher durchaus nützlich sein. Stromausfälle durch Tiere oder fallende Äste gibt es auch, hier wird schnell Abhilfe geschaffen, da die Freileitungen in die Wohnstraßen direkt am Transformator für jede Phase eine eigene schaltbare Sicherung hat.
Ein weiteres kleines Abenteuer für uns waren die vielen Lichtschalter im Zimmer. In sri-lankischen Unterkünften ist es üblich, dass fast jede Lampe einen eigenen Schalter hat oder sie über Wechselschaltungen von verschiedenen Stellen aus bedient werden können. Oft sind diese willkürlich an der Wand, neben der Tür oder am Bett in Paneelen mit bis zu fünf Schaltern verteilt. Das kann durchaus verwirren, wenn man nicht sofort weiß, welcher Schalter welche Lampe steuert. War der Elektriker am Bau gut gelaunt, so sind auf jedem 4- oder 5-fach-Schalter eigene Gruppen von Leuchtkörpern zusammengefasst, die jeweils eine eigene Lichtstimmung verbreiten.
Am besten probiert man nach der Ankunft einfach einmal alle Schalter aus. Nach ein paar Tagen kennt man sie dann alle und reist weiter zur nächsten "Schalterschlacht" im neuen Zimmer. Für uns ältere Gäste ist das ein perfektes, kostenloses Training zur Verbesserung der Gedächtnisleistung.
Sehr praktisch sind auch die Schalter an jeder einzenen Steckdose wie in Südafrika schon kennengelernt. Damit spart man eventuell einen Schalter am Gerät, auf jeden Fall fällt es oft einfacher, eine bewegliche Steh- oder Nachttischlampe ohne Suche nach dem Schalter am Kabel direkt an der Steckdose schalten zu können.








Die Badezimmer in Sri Lanka können ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem, ob man in einem kleinen Gästehaus, einem Boutique-Hotel oder einem Luxusresort übernachtet. In den meisten Unterkünften gibt es Dusche, Toilette und Waschbecken, oft ergänzt durch Seife, Shampoo und Duschgel. In vielen Häusern oder Resorts sind die Badezimmer meist modern gestaltet, mit gutem Wasserdruck, Massagebrause, großem Spiegel und ausreichenden Ablageflächen. Wie in Indien schon kennengelernt gibt es neben der Toilette einen Schlauch mit einer Druckbrause zum Reinigen des Porzellans, sehr angenehm.
Eine Besonderheit vieler sri-lankischer Unterkünfte ist die offene oder halboffene Bauweise. In manchen Fällen waren die Badezimmer nach oben hin offen, meist abgedeckt mit einem Moskitoschutz. Geckos kommen trotzdem hinein, aber die sind willkommen, da sie die Moskitos fressen.
Manche Unterkünfte haben Fenster direkt neben der Dusche oder verfügen über schmale Innenhöfe, die natürliches Licht und Belüftung bieten. Das schafft ein naturnahes Duscherlebnis, kann aber für Reisende ungewohnt sein, die eher geschlossene Räume gewohnt sind. Wir fanden es praktisch, weil wir nicht gerne bei Klimaanlage oder ständig laufendem Ventilator schlafen. Wenn es in der Nacht abkühlt, konnten wir die Tür zum Badezimmer offen lassen und bekamen so frische Luft.
Ein weiterer Punkt ist das Warmwasser: In den meisten von uns besuchten Hotels war es verfügbar, in kleineren Gästehäusern jedoch manchmal nur zeitlich begrenzt oder über einen elektrischen Boiler geregelt. Kalt zu duschen ist zudem niemals "eiskalt" und bei der Hitze eher erfrischend, die Vermieter fanden es normal, immer ohne extra erhitztes Wasser zu duschen. Ganz neu sind hier kleine Durchlauferhitzer, die aufgrund der hohen Vorlauftemperaturen auch ohne Kraftstrom funktionieren. Oft gibt es zwei Duschen, eine für lauwarmes und eine für sehr warmes Wasser.
Duschen mit gutem Wasserdruck sind Standard in den besseren Unterkünften; in einfacheren Häusern kann der Druck hingegen stark schwanken. Manchmal kommt nur ein schwacher Strahl, der Druck entspricht der Fallhöhe des Wassers vom Vorratsbehälter auf dem Dach. Die Badezimmer in Sri Lanka sind funktional, oft charmant und teilweise sehr individuell gestaltet. Hinter der Tür wartet hier oft eine kleine Überraschung.
Manchmal waren wir im Bad erschreckt über eine augenscheinlich schlechte Pflege, Rost und Ablagerungen. Da sind die Unterkünfte aber unschuldig, die tun was sie können. Sie haben keine zentrale Wasserversorgung mit erstklassigem Trinkwasser wie in Deutschland, sondern oft nur ein eigenes Bohrloch. Dies liefert manchmal Wasser mit hohem Salz- oder Eisen-Anteil, entsprechend werden Oberflächen und Armaturen stark angegriffen. Solange kein passender Filter eingebaut ist haben die Installationen nur eine Lebensdauer von weniger als einem Jahr und müssen dann teuer erneuert werden. Von daher ist die Verwendung von Badarmaturen aus Plastik verständlich.







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