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SEAL BAY

Eine der Hauptattraktionen von Kangaroo Island ist mit Sicherheit die Seelöwenkolonie am weißen Traumstrand von Seal Bay. Bis 1987 konnte man hier noch ungehindert zwischen den Tieren spazierengehen, auf Grund der steigenden Besucherzahlen ist es heute aber besser gelöst, um die Tiere nicht zu stören. Trotzdem kommt mann immer noch ziemnlich nah heran und kann die Australischen Seehunde (Neophoca cinerea) aus nächster Nähe sehen.

Gegründet wurde der Seal Bay Conservation Park im Jahr 1972 und erstreckt sich nicht nur auf dem Land, sonderan auch noch einige Kilometer weit in Meer als Aquatic Reserve.

Jeder, ob Gruppenreisender oder Individualtourist muss allerdings dafür an einer von einem Ranger geleiteten Führung teilnehmen. Dabei darf man sich den Tieren auch nicht zu weit nähern, da wird streng aufgepasst. So hat man erreicht, das die Seelöwen sich wieder ungehindert und weitgehend ungestört in dieser Brutkolonie vermehren können.

Die Abzweigung nach Seal Bay ist gut ausgeschildert und natürlich asphaltiert, denn hier fahren viele Busse. Wir brachen früh am Morgen in D`Estrees Bay auf, um die erste Tour mitzumachen. Am meisten los ist hier zwischen 11:00 Uhr und 13:00 Uhr Uhr, wenn die meisten Busse ankommen. Diese Zeit wollten wir natürlich meiden. Alle Zeiten für Führungen und Eintrittspreise findet man auf diesem PDf-File.

Eine Viertelstunde vor Beginn der ersten Führung um ca. 9:00 Uhr kamen wir dann an und standen vor verschlossenen Schranken. Punkt 9:00 Uhr kamen dann 2 Autos mit Rangern und Angestellten, sie öffneten die Schranke und als wir in ihrem Gefolge am Visitor Center ankamen wurden gerade die Türen aufgemacht. Wir hatten kaum Zeit den kleinen Shop und die Ausstellung zu betrachten, da ging die Führung auch schon los.

Ausser Toiletten und Shop gibt es hier im modernen Gebäude, das 1994 eingeweiht wurde, auch nichts. Man arbeitet mit Solarenergie und Regenwasser. Eine Cafeteria oder ähnliches sollte man hier nicht erwarten.

Ausführliche Informationen zum Seal Bay Conservation Park.

Führung

Unser Führer war Italiener und hiess Luca. Auf Grund der frühen Zeit waren wir die ersten am Strand, eine kleine Gruppe von 4 Gästen. Als unsere Führung beendet war, kamen dann schon die ersten Reisegruppen in Bussen. Als die geführten Touren 1988 begann, zählte man noch kanpp 40.000 Besucher. Im Jahr 2002/2003 waren es dann schon 110.000 Teilnehmer.

Zuerst geht man über einen hölzernen Steg in Richtung Strand. Er führt über grüne Dünentäler, in denen man schon die ersten Seelöwen liegen sieht. Um von diesen geschützten Refugieum zum Strand und zum Wasser zu kommen, müssen die Tiere eine hohe Düne überqueren. Es gibt richtige Straßen, auf den sie zuerst hochrobben und um dann spielerisch Richtung Strand runter zu rutschen. Die Ranger nenen die meist rege frequentierten Übergänge scherzhaft "Highway".

Hält man sich am Strand in der Nähe der Dünen auf, muss man immer mit plötzlich auftauchenden Tieren rechnen. Da der Fortpflanzungszyklus etwa 13 Monate beträgt gibt es keine feste Zeit im Jahr für Nachwuchs, es kommen über das ganze Jahr hinweg Jungtiere zur Welt. So gibt es hier auch jederzeit agressive Kühe, die ihre Kleinen verteidigen, und gereizte Bullen, die den Kühen hinterher robben.

Seelöwen können überraschend schnell auf den Flossen laufen, ganz anders als die behäbigen Seeelefanten in Argentinien. Das liegt an dem unterschiedlichen Knochenbau, vor allem dem beweglichen Schultergürtel. Wenn die Tiere in Schwung kommen, so sieht der Bewegungsablauf aus wie bei einem schnell laufenden Hund oder Schwein, die Vorderbeine werden abwechselnd benutzt, die Hinterläufe arbeiten beinahe parallel.

So sind die Tiere auf jeden Fall viel schneller als man erwartet. Dazu kommt ein gut ausgeprägtes Fischfresser-Gebiss, Luca nennt es "like a Doberman with 120 Kg". Vorsicht ist also immer geboten, auch wenn die Tiere meist faul in der Sonne liegen und dösen. Wir sahen einige Jungtiere mit ihren Müttern und eine Horde Seeschwalben am Wasserrand.

Viel zu schnell war die Führung vorbei und die Gruppe geht zurück in Richtung Visitor Center.


Boardwalk

Nach dem geführten Besuch am Strand beschlossen wir noch, den hölzernen Don Dixon Boardwalk entlangzugehen, der seit 1996 existiert. Hier kann man sich so lange aufhalten, wie man möchte. Der Steg führt auf Stelzen über die fragile Flora der Dünenlandschaft und in großen Serpentinen und über Treppen geht es hinab zu eien Aussichtspunkt oberhalb eines Strandabschnitts unterhalb der Steilwand, der für Besucher ansonsten nicht zugänglich ist.

Wer den 800 Meter langen Abstieg und vor allem den Wideraufstieg scheut, der kann auch ziemlich ebenerdig zu einem Lookout oben auf der Klippe gehen. Hier sieht man allerdings nur die Landschaft im Überblick, keine Seelöwen.

Unterwegs auf dem Steg sieht man immer wieder versteute Tiere in der Vegetation herumliegen, einige hatten es sich auch im Schatten der Holzplanken gemütlich gemacht und waren so besonders gut zu fotogtafieren, so wie die Träumerin unten auf dem Foto. Näher kann man einem australischen Seelöwen kaum kommen, man erkennt auch gut die Ohren.

Unterwegs gibt es immer wieder Bänke zum Ausruhen und mitten in der Dünenlandschaft liegt dekorativ ein riesiges Walskelett. Am Aussichtspunkt angekommen kann man stundenlang dem munteren Treiben am Strand zuschauen, auch hier hat man einen sehr guten Blick auf die Seelöwen.

Nach einem anstrengenden Aufstieg fuhren wir dann weiter zu den nächsten Attraktionen der Insel: Bales Beach und Little Sahara.


Video zum Thema

Seals Battle for Harem Control

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