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DAS HINTERLAND

Eine Fahrt von der N 7 nördlich von Kapstadt in Richtung Küste führt immer durch die landschaftlich genutzten Ebenen, hier ist die landeinwärts gelegene Region der Westcoast nördlich von Moorreesburg bis Clanwilliam beschrieben. Den meisten Touristen scheint dies relativ uninteressant, denn für sie ist meist nicht der Weg das Ziel, sie wollen vorankommen. Man fährt eben hier durch, um an die bekannten Küstenorte zu gelangen, die sich hier wie Perlen an einer Schnur aufreihen: Yzerfontein, der West Coast Nationalpark, Langebaan, Saldanha, Vredenburg, Paternoster und über Elandsbaii bis hinauf nach Lamberts Bay.

Eigentlich schade, denn die Landschaft ist durchaus interessant und sehr abwechslungsreich. Im Süden, von Moorreesburg in Richtung Yzerfontein, ist die Landschaft eher karg und geprägt von weiten Weizenfeldern mit viel Himmel. Rinder und Schafe weiden am Wegrand. Malmesbury an der N 7 ist das Zentrum des wichtigsten südafrikanischen Weizenanbaugebietes. Das Weizenindustriemuseum in Moorreesburg ist eins von dreien dieser Art in der Welt. Der Misverstand Dam in der Nähe des Städtchens zieht Scharen von Wassersportenthusiasten an.

In diesem Weizengürtel können dann auch schon mal solche Bilder entstehen wie unten zu sehen, fotografiert an der unasphaltierten R 307. Weiße Wolke auf blauen Grund und weites Land. Hier hat man das Gefühl, man kann die Wolken am Himmel kraulen. In den Cederbergen am östlichen Horizont kann es regnen, hier fegt meist ein strenger Wind die Wolken weg.

Im Graben an der Straße sieht man oft Gruppen von Perlhühnern, die ihre blauen Köpfe neugierig recken und schreckhaft verschwinden, sobald der Wagen hält.

Weiter nördlich bei Piketberg findet man wieder Weinbau. Hier führt die Swartland Wine Route vorbei, die aus sechs Mitgliedern besteht, die in Malmesbury, Darling, Riebeck-Kasteel, Riebeek West, Porterville und Piketberg beiderseits der N 7 angesiedelt sind.

Kartoffelberge

Ein wenig weiter im Norden findet man eine ganz andere Landschaft. Von Lamberts Bay aus fährt man nach dem Besuch der Tölpelkolonie am besten nicht auf der recht langweiligen, asphaltierten Strecke zurück nach Clanwilliam, sondern nimmt das wilde Hinterland mit seinen Gravel Roads in Angriff.

Die Straßen hier sind auch mit einem normalen PKW ganz gut zu befahren, wir folgten der R 365 über Sandberg. Der sandige Landstrich von der Küste bis zu den ersten Bergen ist fest in der Hand von Kartoffelbauern. Es geht immer bergauf und wieder bergab, die Straße windet sich malerisch über Pässe, vorbei an Farmen und Feldern mit teilweise sehr schönen Ausblicken. Schnell unterwegs ist man dabei allerdings nicht, für die Strecke braucht schon Zeit. Unterwegs kommt man an einigen Farmen vorbei und an Siedlungen, die von Farbigen bewohnt werden, die sich von der Gesichtsform den Buschmannstämmen der San oder Khoi zuordnen lassen.

Nach der Überquerung einer etwas höheren Bergkette mit Pass, siehe Foto unten, verlässt man die West Coast und kommt in ein fruchtbares Tal mit Ackerland. Hier wachsen wieder Weizen und Wein, es beginnt die Region Swartland Sandveld. Rechts erhebt sich das Bergmassiv Piketberg und man fährt die ganze Zeit auf die imposante Bergketten der Cederberge und Skurweberge zu. Allein wegen diesem Anblick sollte man hier auf jeden Fall in der Richtung von der Küste ins Landesinnere fahren und das am besten am Nachmittag. Dann ist das Licht genau richtig und der rote Sand der Straße weckt ein wenig Erinnerung an Australiens Outback.

Kurz vor Erreichen der N 7 geht es dann ganz steil nach unten und man erreicht die Hauptstraße etwa 30 km nördlich von Citrusdal.

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