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Auf dem Weg vom Hauptteil des Kejimkujik Nationalparks zum knappp 100 Kilometer entfernten Parkteil an der Küste mit Stränden und Meerestieren, kamen wir bei Bristol und Liverpool an die Südküste.
Der Ausflug an die Atlantikküste von Nova Scotia führte uns so im Mai vom waldreichen Inneren voller Black Flies zu einer eine völlig anderen, rauen und zugleich faszinierende Facette des Kejimkujik-Nationalparks, der Kejimkujik National Park Seaside. Diesem Teil des Nationalparks habe ich eine eigene Seite gewidmet und wir waren Anfang Juli noch einmal kurz hier.
Die Fahrt führt über die malerische Küstenstraße durch eine beschauliche Region, die für ihre unberührten Landschaften und tiefen Buchten bekannt ist. Unterwegs bot sich bei absolutem Traumwetter ein Zwischenstopp am legendären Carters Beach an, welcher mit seinem puderweißen Sand und dem türkisblau schimmernden Wasser fast an die Karibik erinnert.
Wir haben an dem neu angelegten ausgewiesenen Overflow Parkplatz mit sauberer Toilette geparkt, weil Schilder uns hierher geleitet hatten und wo wir ganz alleine standen. Schade, das man hier nicht übernachten kann, da Carters Beach als Provincial Park ausgewiesen ist. Ein gut gepflegter Fußweg führt in wenigen Minuten über den Hügel zum Strand, erst dort sahen wir, dass wir auch direkt daneben vor dem Wendehammer hätten parken können. Im Sommer ist das wohl eher ein Problem und dann braucht man den zusätzlichen Parkraum.
Obwohl uns die frische Brise des Nordatlantiks im Mai schnell wieder die geografische Lage in Erinnerung rief, war ein kleiner Strandspaziergang hier ein Highlight. Die Farben begeistern auch bei kühleren Temperaturen und im Mai gab es noch keinen Badebetrieb, so dass man hier nur mit wenigen anderen Menschen war. Bilder vom Sommer sehen natürlich ganz anders aus, dann wird es hier voll. Nicht umsonst wurde in den großen Overflow Parkplatz investiert.
Nach diesem Strandspaziergang ging die die Fahrt dann weiter zum eigentlichen Ausgangspunkt der Wanderung im Nationalpark, wo der geschützte Küstenstreifen darauf wartete, zu Fuß erkundet zu werden.
Ziel am Ende des Tages war der nahe gelegene Thomas Raddall Provincial Park, hier hatten wir einen Stellplatz für eine Nacht gebucht. Der rund 680 Hektar große Park liegt an der zerklüfteten Atlantikküste und wurde nach dem kanadischen Schriftsteller und Historiker Thomas Head Raddall benannt, der viele Bücher über die Geschichte Nova Scotias verfasste.
Der Park verbindet dichte Küstenwälder, weitläufige Dünen, felsige Ufer und helle Sandstrände zu einer abwechslungsreichen Landschaft. Mehrere kurze Wanderwege führen durch Kiefern- und Fichtenwälder bis ans Meer. Unterwegs eröffnen sich immer wieder schöne Ausblicke auf die Buchten und vorgelagerten Inseln. Besonders reizvoll ist der Wechsel zwischen feinen Sandstränden, großen Granitblöcken und den vom Atlantik geformten Felsküsten.
Heute ist der Park vor allem wegen seiner ruhigen Natur, der schönen Strände und des gepflegten Campingplatzes beliebt. Wer auf der South Shore unterwegs ist, findet hier einen idealen Ort für einen Spaziergang am Meer oder eine Pause abseits der bekannteren Sehenswürdigkeiten Nova Scotias. Die Region besitzt eine außergewöhnlich artenreiche Tier- und Pflanzenwelt und dient zahlreichen Zugvögeln als Rastplatz. Mit etwas Glück lassen sich Fischadler, Weißkopfseeadler oder sogar Robben vor der Küste beobachten.
Anfang Juli, ganz am Ende unserer Reise haben wir hier noch einmal eine Nacht gebucht, denn die Stellplätze haben viel Grün rundum, sind großzügig geschnitten und es ist ruhig hier. Von Nachbarn sieht man wenig, einige Campingnachbarn auf anderen Plätzen hatten den Thomas Raddall als ihren persönlichen Lieblingsplatz benannt.
Wir kamen an diesen Tag entlang der Westküste von Digby nach Yarmouth, hatten vorab bei großer Hitze im The Islands Provincial Park bei Shelburne übernachtet und am Abreisetag sind wir dann bis zum gebuchten Stellplatz in Halifax nahe Bedfort bgefahren, wo wir am nächsten Tag den Camper wieder abgegeben haben.
Somit war Thomas Raddall der letzte schöne Stellplatz in einem Provincial Park auf dieser Reise.



















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