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MOORLEHRPFAD STENGELHAIDE

Nachdem wir uns den schönen Basaltfächer auf dem Hirtstein angesehen hatten, fuhren wir weiter zu einem 11 Kilometer entfernten Moorlehrpfad, der über die Entstehung und Entwicklung der hiesigen Hochmoore informiert.

Schnell waren wir am Ortsrand von Kühnhaide und hier stellten wir am einsamen Wanderparkplatz an der Brückenstraße das Auto ab. Ein Schild informiert hier schon vorab über den Moorlehrpfad Stengelhaide, den wir gehen wollten. Zweisprachig, denn die tschechiche Grenze ist nicht weit entfernt.

Es war uns natürlich klar, dass man hier nach dem heissen und extrem trockenen Sommer eher weniger Moor und Wasser vorfindet, aber wir wollten noch ein bisschen Spazieren gehen und da bot sich der Pfad an. Im Rahmen des Projektes "MOOREVITAL 2018 - Fortgesetzter Moorschutz im Erzgebirge" des Staatsbetriebes Sachsenforst/Forstbezirk Marienberg wurde dieser Moorlehrpfad neu gestaltet.

Moosi und Rauschi, die beiden Beeren-Maskottchen, führen die Besucher hier durch das Moor und erklären auf Tafeln unterwegs so einiges zur Flora und Fauna und zur Entstehungsgeschichte dieses Moores. Die namensgebenden Moosbeeren und Rauschbeeren wachsen hier natürlich auch am Wegrand.

Beeindruckend ist der Wanderweg durch das Moor sicher zu jeder Jahreszeit. Der Torfabbau in der Stengelhaide endete erst 1990. Nach dem Pflanzen der Bergkiefern 1992 schritt die natürliche Entwicklung der Flora und Fauna schnell voran. Eine vollständige Regeneration dauert sehr lange.

Zuerst führt der Pfad durch das satte Grün des Birkenmoorwaldes, dann über Holzplanken durch das Moorgebiet. Der Rundweg ist ca. 2,5 Kilometer lang und somit auch für jüngere Kinder gut geeignet.

Nach der letzten Eiszeit bildete sich hier ein Moor und somit unterschiedliche Torfschichten. Auf den vielen Tafeln, die hier den ganzen Sommer über angebracht sind, werden die Entstehung, die Pflanzenwelt, die Tierwelt sowie die Besonderheiten dieses Bodens schön erklärt.

Ein Aussichtspunkt aus Holz ermöglicht den Spaziergängern einen wundervollen Blick auf die umliegende Moorlandschaft. Nicht weit davon rumpelt es, denn in der nahen Köhlerei und Holzwarenhandlung Bergelt wird gearbeitet.

Das typische Wollgras, das in einer solchen Moorlandschaft gern wächst, blüht Anfang/Mitte Juni und breitet sich wie ein weicher weißer Teppich aus. Bei unserem Besuch am 22. Juni war noch einiges davon am Wegrand in Stengelhaide zu entdecken. Auch einige Vögel und Schmetterlinge konnten wir beobachten, wenn auch nicht alle gut fotografieren. Allerdings fanden wir die Menge an unterschiedlichen Faltern schon beeindruckend.

Der kleine Bach hier nennt sich Stinkerbach. In direkter Nachbarschaft zum Moor findet man reich blühende Feucht- und Bergwiesen rund um Kühnhaide.

Von Mai-September finden hier auf dem Moorlehrpfad in Stengelhaide auch geführte Wanderungen statt.












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