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BADEPARK UND BERGPARK

Ein Teil des UNESCO-Welterbe Muskauer Park/Park Muzakowski befindet sich im Westen. Doch durch die gestalterische Einbeziehung einer Hangkante im Osten ist die dazwischen liegende Stadt Muskau komplett in die Parklandschaft eingeschlossen. Das war eine Idee, die der Fürst aus England mitbrachte und die Garteninspektor Jacob Heinrich Rehder ab 1830 mustergültig umsetzte.

Nicht all zu viele Touristen verlaufen sich hierher. Um es gleich vorweg zu sagen: den Bergpark haben wir gar nicht besucht. Es war warm und wir waren an diesem Tag schon so viel gelaufen, da haben wir nur noch den Teil mit dem Badepark vor dem Abendessen mit dem Roller besucht.

Es gibt im Bergpark einen Panoramaweg zum ehemaligen Weinberg und zum Nachbarort Krauschwitz mit vielen abzweigenden Wegen, teils schmale und steile Pfade um Schluchten, malerische Vorsprünge und romantische Lichtungen zu entdecken. Ein schönes Panorama über die Stadt und Pücklers Landschaftsgarten soll man von der im Bergpark gelegenen Kirchruine genießen, das haben wir leider verpasst.

Im Jahr 1823 wurde auf Initiative Lucie von Pückler-Muskaus begonnen, den Badepark mit umfangreichen Pflanzungen um die Gebäude des zukünftigen Hermannsbades anzulegen. In einem Teil des Bergparks und dem darunter liegenden Badepark, den wir besucht haben, begründete der Fürst die Kur- und Badetradition in Muskau. Zahlreiche Gäste wurden nach Bad Muskau gelockt, hier fand zu Pücklers Zeiten ein reger Kur- und Badebetrieb statt. Jedoch erwies sich das Hermannsbad nach einiger Zeit dann doch nicht als die erhoffte Goldgrube. Unter Pücklers Nachfolgern wurde der Badebetrieb zwar fortgeführt, aber im Jahr 1930 wegen Unrentabilität dann endgültig stillgelegt.

Heute findet man an dieser Stelle nur noch die Ruinen des ehemaligen Hermannsbades vor. Geplant ist, hier in den nächsten Jahren ebenfalls zu restaurieren, bis dahin liegt dieser Parkteil noch etwas im Dornbröschenschlaf. In der Turmvilla trifft man sich gern zu verschiedenen deutsch-polnischen Veranstaltungen.

Die meisten Besucher kommen hierher zum angrenzenden Bahnhof der Waldeisenbahn Muskau, von der aus man in Richtung Weißwasser starten kann.

Gegründet wurde die Schmalspurbahn mit einer Spurweite von nur 600 mm als "Gräflich von Arnimsche Kleinbahn". Sie hatte von Anfang an einen maßgeblichen Einfluss auf die industrielle Entwicklung im Gebiet des Muskauer Faltenbogens, wo sich Industriebetriebe mit Ton-, Braunkohle - und Kiesgruben niedergelassen hatten. Über 90 Jahre waren die Züge unentbehrlich für den Transport von Rohstoffen und Fertigprodukten, es gab ein Netz von rund 80 km Streckenlänge. Auf dem teilweise wiederaufgebauten Streckennetz verkehrt heute die Museumsbahn, eine der beliebtesten Touristenattraktionen in der Lausitz.









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