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GEROLDSAUER WASSERFALL

Auf dem Weg von Baden-Baden in Richtung Schliffkopf kamen wir am Kloster Lichtenfeld vorbei. Weil wir dort aber keinen Parkplatz gefunden haben, sind wir einfach weiter gefahren, denn unser nächstes Zwischenziel war ein Spaziergang zum Geroldsauer Wasserfall. Kurz vor Lichtental beginnt die B500, die berühmte Schwarzwaldhochstraße die bis nach Freudenstadt führt.

Schon nach wenigen Kilometern Fahrt kamen wir an der Geroldsauer Mühle vorbei. Das prächtige Gebäude beinhaltet ein Gasthaus und ein Wirtshaus, hier werden Austellungen gezeigt und Kutschfahrten in der Saison angeboten. Dazu gibt es einen sogenannten Mühlenmarkt, ein Laden, in dem man Frisches und Konserviertes aus der Region kaufen kann. Im Eingangsbereich gibt es Deko und Accessoires im Schwarzwaldstil.

Doch unser Ziel war der Laden, denn nach zwei Nächten im Hotel Schliffkopf mit Halbpension hatten wir für die 3 Nächte danach eine Ferienwohnung gemietet. Leider konnten wir uns keinen Käse oder Aufschnitt kaufen.

Das Angebot ist sehr interessant, die Preise hoch, Niveau Baden-Baden eben. Eine Vielzahl von Direkterzeugern des Schwarzwaldes und der Vorgebirgszone bieten hier ihre Waren an und Handarbeitet kostet eben immer etwas mehr. Dazu kommt, dass hier bei der Auswahl bäuerlicher Betriebe der ökologische Landbau und die artgerechte Tierhaltung im absoluten Mittelpunkt steht. So gibt es Biofleisch der schottischen Hochlandrinder von Geroldsau und heimische Wildspezialitäten vom Forstamt Baden-Baden. Auch die Produkte der Bäckei sahen sehr gut aus und es gibt eine Weinecke mit Weinen und Schnäpsen aus dem Badischen.

Am Ende hatten wir uns für eine Packung Bärlauchnudeln und ein Glas Pesto entschieden für den ersten Abend in der Ferienwohnung. Dazu kauften wir noch Johannisbeersaft und Rote Beete Saft.

Nach dem Einkauf mussten wir nur noch 3,6 Kilometer weiter fahren und erreichten dann nach einigen verschlungenen Waldwegen den Parkplatz am Geroldsauer Wasserfall. Weit ist es von hier aus nicht mehr, nach wenigen hundert Metern erreicht man auf der anderen Talseite den Startpunkt zum Wasserfall-Rundweg. Dabei kommt man an einer Weide mit schottischen Hochlandrindern vorbei. Auf einem Schild neben der Weide wird beschrieben, wie zäh diese gutmütigen Rinder sind: Das wollige Fell zeigt schon, dass sie keinen Stall brauchen, aber sie bringen selbst bei Schneesturm oder Temperaturen weit unter Null ihre Kälber auf die Welt - und die überleben das auch!

Da Montag war hatte die Waldgaststätte Bütthof wegen Ruhetag geschlossen, dem entsprechend war hier nicht viel los und wir mussten uns den Weg nur mit wenigen Spaziergängern teilen. An Wochenenden sieht das hier ganz anders aus, denn der Wasserfall ist ein beliebtes Ausflugsziel. Die Gaststätte hat auch einen schönen überdachten Biergarten für bis zu 160 Personen und das Ganze ist leicht erreichbar mit vielen Parkplätzen.







Am Grobbach

Nur noch ein paar Meter über Holzstege, Treppen und leichte Steigungen hoch durch das romantische Grobbachtal und schon ist das Ausflugsziel erreicht: der berühmte Geroldsauer Wasserfall. Eintritt zahlt man hier nicht. Hier, wo mit lautem Getöse die Wassermassen in einen Weiher stürzen, gab sich einst schon Johannes Brahms dem Naturerlebnis hin, um daraus kreative Energie zu schöpfen.

Wem der relativ kurze Fußweg entlang des Grobbachs nicht ausreicht, der kann weiter auf vielen markierten Wanderwegen die umliegende Natur erkunden. Der kürzeste, aber für die meisten wohl interessanteste dieser Wanderwege ist der ca. 3 km lange Wasserfall-Rundweg. Die Höhenunterschiede sind gering. Der Grobbach fällt neun Meter in die Tiefe und bildet einen Pool im Felsen. Im Sommer können Wildschwimmer hier sogar baden und durch die hohe Luftfeuchtigkeit ist es hier auch an heißen Tagen immer schön kühl.

Der Grobbach entspringt in etwa 800 m ü. NN am niederschlagsreichen Westabhang des Nordschwarzwalds bei Plättig/Bühlerhöhe. Vor dem Wasserfall vereinigt er sich mit dem Harzbach, der mit seinen Zuflüssen den Nordwesthang der Badener Höhe entwässert.

In der Umgebung des Geroldsauer Wasserfalls wachsen große Rhododendron-Büsche. Sie wurden unter Walter Rieger angepflanzt, dem Baden-Badener Gartenbaudirektor in den 1950er und 1960er Jahren. Hier muss es besonders schön sein, wenn sie im Frühjahr blühen.

Wir konnten dafür die Ruhe und den Herbstwald mit bunten Blättern genießen.

Für Freunde von Hochprozentigem: Es gibt auch einen Geroldsauer Wasserfall Gin aus einer kleinen Familienbrennerei ganz in der Nähe. Man kann ihn auch im Mühlenmarkt in der Geroldsauer Mühle kaufen.









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