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DONAUESCHINGEN

Eigentlich gibt es gar nicht so viel zu berichten über unseren Besuch in Donaueschingen. Wir kamen an einem Sonntag-Vormittag auf dem Weg von Menzenschwand, wo wir zwei Nächte im Hotel Hirschen verbracht hatten, auf dem Weg zur nächsten Unterkunft hier vorbei.

Da bot sich ein Abstecher zur weltbekannten Donauquelle geradezu an. Vor allem, weil wir die nächsten vier Nächte dann direkt an der jungen Donau im Hotel Neumühle im Oberen Donautal verbringen wollten.

Nach allgemeiner Auffassung entsteht die Donau ein wenig östlich von Donaueschingen durch den Zusammenfluss der zwei Quellflüsse Brigach und Breg. Ein Merkspruch hierzu lautet: "Brigach und Breg bringen die Donau zuweg."

Als Donauquelle werden zwei echte Quellen bezeichnet: symbolisch die in Donaueschingen und hydrologisch die des größeren Quellflusses Breg an der Martinskapelle bei Furtwangen.

Wir fanden einen Parkplatz nicht weit entfernt in der Fürstenbergstrasse. Die Quelle befindet sich im Schlosspark zwischen Stadtkirche St. Johann und dem Fürstlich Fürstenbergischen Schloss. Die gelbe Kirche mit Doppelturmfassade im Stil des böhmischen Barock wurde von 1724 bis 1747 erbaut, die beiden Türme prägen das Stadtbild Donaueschingens und gelten als Wahrzeichen der Stadt.

Die Quelle wurde bis 2016 drei Jahre lang aufwendig saniert, eine breite Treppe führt vom Kirchplatz hinunter und die Restaurierung des Kirchenfundaments mit meterhohen Mauern war sicher ebenspo aufwendig und teuer. Es gibt neben der Treppe einen gläsernen Aufzug für den barrierefreien Zugang vom Strassenniveau hinab zur Quelle.

Vor 1828 gab es hier eine viereckige Fassung um die Quelle und der Donaubach floss durch den Schlosspark. Im 19. Jahrhundert wurde er unterirdisch kanalisiert und auf kürzesten Weg zur Brigach geführt, die Quelle war nicht mehr als solche zu erkennen.

Fürst Karl Egon III. ließ 1875 eine neue Fassung erreichten. Ein kreisrundes Quellbecken wurde gestaltet und mit Ornamenten von Franz Xaver Reich verziert. Von ihm stammte auch die Skulptur "Die junge Donau als Kind im Schoße der Baar". 1895 schuf der Künstler Adolf Heer eine Figurengruppe über der Einfassung: die Mutter Baar weist ihrer Tochter, der jungen Donau, den Weg in Richtung Osten.

Was hier aus der Erde sprudelt, ist Regenwasser aus dem Schwarzwald. Es versickert und fließt unterirdisch bis zum Schwarzwaldrand, kommt dann in Donaueschingen als Quelle wieder ans Tageslicht. Korrekt nennt man das Karstaufstoßquelle, es gibt noch 14 andere in der Umgebung. Wie Perlen steigen ab und zu Ketten kleiner Luftbläschen im Quelltopf empor.

Das Schloss Donaueschingen und die dazugehörige Parkanlage sind die Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt. Alles ist im Besitz des Adelsgeschlechts Fürstenberg und kann nur zu bestimmten Zeiten im Rahmen von Führungen besichtigt sowie für Veranstaltungen angemietet werden.

Wir machten ein paar Fotos von der Quelle und wollten eigentlich anschließend im Schlosspark spazieren gehen. Doch der war geschlossen, ohne einen Hinweis auf Öffnungszeiten am Eingang. Auf der anderen Seite vom Schlosspark befindet sich der renaturierte Donausprung, da hatten wir aber keine Lust mehr zum Suchen und sind nach kurzer Besichtigung der Kirche zurück zum Auto gegangen.

An diesem Tag hatten wir noch einen weiteren Programmpunkt: Ein Besuch im Freilichtmuseum in Neuhausen op Eck.













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