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Nach einer intensiven Recherche bezüglich einer Unterkunft am Wilpattu-Nationalpark fiel unsere Wahl auf "The Suite at Wildhideaway". Dabei handelt es sich um ein privates Cottage im Bush-Lodge-Stil, das an das kleine Hotel Wildhideaway angegliedert ist. Das Preisniveau ist für sri-lankische Verhältnisse eher gehoben, da man hier primär für die Exklusivität und die unmittelbare Nähe zum Park bezahlt.
Ein besonderer Vorzug des Services ist das eigene Safarifahrzeug inklusive eines erfahrenen Fahrers. Wer wie wir zwei volle Tage im Park plant, sollte dieses vorab reservieren, da es exklusiv zur Verfügung steht. Ein großer Pluspunkt bei der Buchung war für uns – neben der Lage und der Privatsphäre –, dass man den Jeep nicht mit anderen Hotelgästen teilen muss. Die Verpflegung sowie die gesamte Safari-Organisation lassen sich ansonsten unkompliziert vor Ort abstimmen.
Zum Zeitpunkt unserer Buchung gehörte noch ein kleiner Pool zum Cottage. Kurz vor der Anreise erhielten wir jedoch die Nachricht vom Hotel, dass dieser Plunge-Pool auf der privaten Terrasse nicht mehr zur Verfügung steht. Aufgrund der direkten Dschungelnähe kam es wohl vermehrt zu Begegnungen mit Schlangen und anderen giftigen Tieren, was bei Gästen auf wenig Gegenliebe stieß. Infolgedessen wurde das Becken mit Wasserpflanzen bestückt und dient nun als reiner Zierteich – optisch ansprechend, aber leider nicht mehr zum Baden geeignet.
Der Eigentümer, laut eigener Webseite Anton und manchmal auch Anta genannt, ist ein äußerst sympathischer und engagierter Gastgeber sowie ein talentierter Wildlife-Fotograf. Seine beeindruckenden Aufnahmen, die unter anderem in indischen Tigerreservaten entstanden sind, schmücken sowohl das Restaurant als auch die Zimmer. Er ist ein exzellenter Kenner der lokalen Fauna.
Unterstützt wird er von einem sehr jungen immer freundlichen Mitarbeiter, viel Englisch konnte er leider nicht.
Im dichten Grün des Gartens lassen sich wunderbar Vögel wie Blauringkuckuck, Asiatischer Paradiesschnäpper, Gelbbrauenbülbül und sogar Riesenhörnchen (Ratufa macroura) beobachten. Das als als "Grizzled Giant Squirrel" bekannte Nationaltier Sri Lankas zählt zu den größten Eichhörnchenarten weltweit und erreicht mit seinem buschigen Schwanz eine beachtliche Gesamtlänge von bis zu 80 cm.
Beworben wurde die Nähe zu einem See, auf dessen Vogelwelt wir uns sehr gefreut hatten. Der Pfad dorthin, der direkt an unserem Cottage begann, war jedoch eher enttäuschend. Die dort weidenden Kühe hatten das flache und sumpfige Ufer großflächig verunreinigt, sodass man nach wenigen Minuten durch hohes Gras und Kuhfladen stapfen musste. Ein befestigter Zugang zum Ufer oder auch nur ein erkennbarer Trampelpfad fehlte gänzlich und wir stapften durch hohes Gras. Da es hier ja Schlangen und anderes giftiges Getier gibt, haben wir daher schnell aufgegeben. Schließlich wurde der Pool deswegen geschlossen. Zwar konnten wir in der Ferne einige Vögel und Fischer in Booten ausmachen, doch da wir bereits deutlich schönere Beobachtungsplätze erlebt hatten, blieb es bei diesem einen Versuch.
Während unseres dreitägigen Aufenthalts unternahmen wir zwei ausgiebige Ganztagessafaris: Erste Safari am Morgen, Erste Safari am Nachmittag, Zweite Safari am Vormittag und Zweite Safari am Nachmittag. Den dazwischenliegenden Ruhetag nutzten wir entspannt zum Lesen, zur Bildbearbeitung und zur Arbeit an unserer Webseite.
Der hoteleigene Safarijeep ist etwas besonderes: Der Isuzu-Trooper ist zwar nicht der jüngste, aber deutlich besser gefedert als die üblichen Mahindra-Bolero oder -Maverick. Zudem hat er ein von Anton eingeführtes besonderes Design: Es gibt keine gesonderte Kabine vorn und die Frontscheibe kann hochgklappt werden. So hat man trotz hohem Schattendach rundum eine bessere Sicht und die Verständigung mit dem Fahrer ist viel besser. Inzwischen wurden schon über 20 Safarifahrzeuge in Wilpattu mit diesem Design nachgebaut.







Das Hotel und somit auch die Suite liegt an der kleinen Landstraße, nur 3 km vom berühmten Wilpattu-Nationalpark in Sri Lanka entfernt. Es gibt wenig touristische Infastruktur drumherum und zum Spazierengehen sind es wenige Schritte zum See oder man muss entlang der Straße laufen. Wer abends Entertainment oder mehrere Restaurantoptionen sucht, ist hier falsch.
Das Wilpattu Wildhideaway ist nur 4 Autostunden vom internationalen Flughafen Colombo entfernt. Die antike Stadt Anurdhapura erreicht man in einer Stunde, Kalpitiya an der Westküste in 1,5 Stunden.






Wie eingangs erwähnt, bezogen wir nicht eines der beiden Standardzimmer im Haupthaus des Wildhideaway. Stattdessen bewohnten wir das separat gelegene Chalet namens "The Suite", welches sich am Ende des Grundstücks hinter dem kleinen, offenen Restaurant befindet. Die Terrasse, die nun bedauerlicherweise auf den ursprünglich gebuchten Pool verzichten muss, ist nach hinten zum Wald hin ausgerichtet und ermöglicht so ein hohes Maß an Privatsphäre beim Entspannen.
Der Zugang zum Raum erfolgt über die Seite, wo eine kleine zusätzliche Terrasse mit zwei einfachen Kunststoffstühlen und einem Tischchen Platz bietet. Die großzügige Hauptterrasse in Richtung des dichten Grüns ist mit zwei hölzernen Liegen ausgestattet, wobei wir hier weiche Auflagen vermisst haben. Dennoch ist sie ein hervorragender Ort, um die heimische Vogelwelt in aller Ruhe zu beobachten.
Mit einer Fläche von etwa 42 m² ist die Suite sehr geräumig. Da der Raum mit zwei Doppelbetten bestückt ist, eignet er sich theoretisch für bis zu vier Personen, wir nutzten die zusätzliche Liegefläche bequem als Ablage für unsere Garderobe. Angesichts der hohen Temperaturen in dieser Region war die vorhandene Klimaanlage absolut unverzichtbar. Man kann sich Pulverkafffee und Tee zubereiten und in Glasflschen steht Trinkwasser zur Verfügung.
Das Badezimmer ist funktional mit Waschbecken ohne Ablageflächen, Toilette und Dusche eingerichtet, lässt ästhetisch zu wünschen übrig. Deutliche Ablagerungen durch das aggressive Bohrloch-Wasser auf den einfachen Armaturen, am Zahnputzbecher und auf der Keramik trübten etwas das Bild, wie bei The Den at Yala beschrieben ist dies für die Eigentümer ein kostspieliges Problem.
Auch die Einrichtung des Schlafraums war eher schlicht gehalten, was uns jedoch aufgrund der vorab gesichteten Fotos bewusst war. Letztlich gaben die Lage und der ehemals versprochene Pool den Ausschlag für unsere Entscheidung, auch wenn letzterer am Ende fehlte.
Insgesamt haben wir hier gut geschlafen. Da wir zwei Tage lang jeweils zwölf Stunden auf Safari verbrachten, hielten wir uns ohnehin nur an einem Abend sowie an unserem kompletten Ruhetag ausgiebig in der Unterkunft auf. Die trockenen Blätter auf der Terrasse wurden vor der Ankunft weggefegt, danach kam dann niemand mehr zum saubermachen.







Das Frühstück während der Safari ließ zu wünschen übrig, da sie lediglich aus zugekauften, meist sehr süßen Fertigprodukten bestand. Wir empfanden dies als unzureichend und brachten unsere Kritik freundlich, aber deutlich vor. Das Frühstück direkt in der Lodge war zwar ebenfalls nicht übermäßig üppig, stellte aber im Vergleich zur Safari-Verpflegung eine Steigerung dar. Es wurden Würstchen, Omelett, Toast und Schmelzkäse serviert, ergänzt durch kleine 80 Gramm Joghurtbecher, etwas Obst, Saft und Kaffee.
Das Abendessen wird im kleinen, offenen Restaurant serviert, das über vier Tische verfügt. Ein kleiner Nachteil sind die Sitzbänke ohne Rückenlehne sowie die hohe Mückendichte. Dank der bereitgestellten Coils und Ventilatoren sowie unserer eigenen Insektenschutz-Lotion ließen sich die Stiche jedoch in Grenzen halten.
In einer Ecke des Restaurants läuft kontinuierlich ein Fernseher mit einer sehenswerte Naturdokumentation über Sri Lanka. Da jedoch bei jedem Aufenthalt dieselbe DVD abgespielt wurde, kannten wir die schönen Szenen nach kurzer Zeit in- und auswendig, auch wenn man unbewusst immer wieder einen Blick darauf wirft.
Kulinarisch überzeugt hat uns das Abendessen hier aber durch Üppigkeit und Geschmack. Es werden interessante Gemüsesorten und Gerichte serviert, die über die gängigen Klassiker wie Kottu oder Yellow Rice hinausgehen. Besonders positiv hervorzuheben ist die Würzung, die auf unseren Wunsch hin angenehm scharf und intensiver als in anderen Unterkünften ausfiel.
Insgesamt hat uns das Essen sehr gut geschmeckt. Dazu tranken wir Lion Lager aus kleinen Dosen und Wasser. Auch das Mittagessen während der Safaris war qualitativ deutlich hochwertiger als das enttäuschende Frühstück, und nach der abendlichen Rückkehr zur Lodge durften wir uns stets auf neue und abwechslungsreiche Speisen freuen.








Eine ruhige Unterkunft, gut gelegen zum Gate vom Nationalpark.
Hier ist ein Link zur Unterkunft Wilpattu Wildhideway.
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