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5. ZUSCHNITT
     Nur wenige Teile aus der Materialliste können schon vom Baumarkt her in den richtigen Maßen bestellt werden. Viele Teile erfordern Aufwand und Sorgfalt, um am Ende auch passgenau zu sein. Andere wiederum müssen je nach Baufortschritt geringfügig angepasst werden.
     Der Zuschnitt der Gitterdrähte mit einem Saitenschneider erfordert viel Kraft und starke Hände, immerhin wollen 3 mm starke Drähte durchgenipst werden. Stattdessen kann man auch eine Minibohrmaschine (Dremel oder Proxxon) mit Trennscheibe verwendet werden. Eine Stichsäge mit Metallblatt erfordert eine extrem gute Fixierung der Gitter z.B. zwischen zwei Brettern - das war mir zu riskant. Manche der abgeknipsten Enden müssen sowieso mit einer Schleifscheibe oder Feile nachgearbeitet werden.

Wandgitter
     Als erstes werden die Gitter gekürzt und angepasst. Dazu muss man die Höhe der Voliere festlegen. Bei der angegebenen Höhe von 110 cm für die Rückwand sind dies etwas mehr als 106 cm für das Innenmaß. Das ist gerade passend für den Abstand von 86 der waagerechten Gitterstäbe. Das braucht man nicht abzählen, einfach messen, bis man über 106 cm kommt reicht auch.
     Der Einbau der Gitter ist so gedacht, daß die senkrechten Drähte oben und unten etwa 1 cm frei über die waagerechten Drähte hinaus ragen. So können sie in den vorgebohrten Löchern in den Rahmenprofilen fixiert werden.
     Die zwei Seitengitter von 52 cm Breite kann man am unteren Ende direkt verwenden, weil die senkrechten Drähte dort sowieso etwa einen cm ohne Knick über die waagerechten Gitterstäbe hinausragen. Jetzt vom untersten waagerechten Draht abmessen, bis man oben über 106 cm kommt. Dann die senkrechten Drähte mit dem grossen Saitenschneider direkt unterhalb des nächsten waagerechten Drahtes abknipsen. Die senkrechten Drähte sollten jetzt knapp 108 cm lang sein, und an beiden Enden 1 cm frei stehen.
     Die 61,7 cm breite Gitter für die Rückwand haben keine Türchen, insofern sind keine Rücksichten zu nehmen. Aber unten haben die Gitter ab Werk geknickte Enden, die so nicht zu verwenden sind. Hier muss man erst genau oberhalb der untersten Querstrebe die senkrechten Drähte durchknipsen, so daß hier auch freie Enden von 1 cm überstehen.
     Der Rest ist wie bei den Seitenteilen: oberste Querstrebe bei 106 cm festlegen, die senkrechten Drähte unterhalb des nächsten Querdrahtes abknipsen, so daß wie bei den Seitenteilen etwa 108 cm übrig bleiben. Den lästigen Dachgiebel an diesen Gittern ist man jetzt los.
    Abtrennen der Gitter So entstehen 4 Gitter von gleicher Länge, 2 breite und 2 schmale. Das war der erste Schritt. An diesen 4 Gittern knipst man jetzt noch im zweiten Schritt die überstehenden senkrechten Drähte an allen 4 Ecken ab. (Das war eine nachträgliche Anpassung, weil ich einige der Standlöcher in den Ecken zu ungenau gebohrt hatte. Dort kann man auf die Fixierung im Rahmen aber verzichten, weil dort die Stützprofile die Führungsarbeit übernehmen.) Im Resultat haben die schmalen Gitter oben und unten jetzt 3 überstehende senkrechte Drähte, die breiten Gitter oben und unten jeweils 4 überstehende senkrechte Drähte.
     Sollten beim Abknipsen oder Sägen scharfe Kanten entstanden sein, so empfiehlt sich ein Abrunden mit Schleifscheibe, Flex oder Feile. Damit haben wir die Teile für die Seitengitter und die Rückwand fertig - die Hartfaserplatte für den Mittelteil der Rückseite hatte ja schon ab Baumarkt das passende Maß.

Türgitter
     Die Voliere bekommt 3 Türen, zwei breite Außen und eine schmale in der Mitte. Die schmale Tür ist unkritisch, da das darin befindliche kleine Türchen weit genug vom Ende weg ist. Die breiteren Türen muss man sich genau ausmessen, weil oben ein kleines Türchen und unten eine grosse Klappe integriert sind. Wenn man diese Gitter kürzt, so sollten jenseits der Türen wenigstens noch 4 waagerechte Drähte stehenbleiben.
     Nochmal zum Mitschreiben: Das schmale Türgitter wird auf 106/108 cm gekürzt wie die Seitengitter in Schritt 1 oben. Erstmal alle senkrechten Drähte auf 108 cm stehenlassen. Bei den 2 breiten Türgittern legt man erst die unterste Querstrebe als die vierte ausgehend von dem größeren der beiden integrierten Türchen fest. Von dort findet man die oberste Querstrebe 106 cm weiter oben, das sind 15 Querdrähte ab oberen Ende des kleinen Türchens.
     Jetzt sehen die drei Türgitter erstmal so aus wie die vier Wandgitter nach Schritt 1: Die äußersten Querdrähte sind knapp 106 cm auseinander, die senkrechten Drähte sind alle knapp 108 cm lang und stehen an beiden Enden alle 1 cm über.
 
     Jetzt kommt die Entscheidung, wo die Türen angeschlagen werden sollen. Bei den breiten Türen ist es einfach: Die rechte Tür bekommt das Scharnier rechts, die linke Tür links. Bei der mittleren Tür kann man es sich aussuchen, je nachdem, wie man im Raum besser herankommt.
     Was hat denn der Türanschlag mit dem Zuschnitt zu tun? Das ist genau der Trick: Die Türen sind nämlich selbsttragend, ohne Rahmen. Der einzelne dicke senkrechte Draht, der an der senkrechten Kante der Tür entlangläuft, wird als Drehachse dienen.
Tür-Scharnier aus Dübel      Im Detail sieht das so aus, daß in das Aluprofil des Rahmens oben und unten der erste halbe Zentimeter von einem 6 mmm-Dübel eingesetzt wird. In dem 3,5 mm Innenloch des Nylondübels kann sich der senkrechte Türdraht von 3 mm drehen wie in einem Scharnier. Im Gegensatz zu den Wandgittern ist bei den Türgittern jeweils einer der Rand-Drähte unverzichtbar.
     Am besten markiert man sich jetzt an den drei Türgittern oben und unten, rechts und links, um sich bei den nächsten Schritten nicht zu vertun. Dabei ist zu beachten, daß die senkrechten Drähte immer auf der Aussenseite der Voliere verlaufen! Bei den breiten Türen gehört das kleine Türchen nach oben, bei der Mitteltür nach unten, damit man später bequem an die Futterschalen kommt.
     Damit ist klar, welcher Draht für das Scharnier gebraucht wird. Bei der linken Tür der linke, bei der Mitteltür je nach Wunsch, bei der rechten Tür der rechte Draht. Diese Scharnier-Drähte bleiben erstmal so lang, wie sie jetzt sind, volle 108 cm. Alle übrigen Drähte werden jetzt oben direkt oberhalb des Querdrahtes abgeknipst. Unten kürzt man alle übrigen Drähte so, daß sie noch etwa 2 bis 3 mm über den untersten Querdraht hinausstehen.
     Was soll das? Unten stehen die Türen mit jedem senkrechten Draht in einem Loch im Aluprofil, genau wie die Seitengitter und Rückwandgitter. Oben haben sie etwa 5 mmm Luft und werden von einem Magnetverschluss festgehalten. Zum Öffnen hebt man die Tür 3 mm hoch aus den Löchern und kann sie dann aufziehen. Auf dem Bild oben sieht man zwei Löcher, das linke davon ist Haltepunkt für den letzten Draht der rechten Tür, das rechte davon ist das Scharnierloch für die mittlere Tür.
     Für das Materiallager: Ein schmales Gitter für das Dach haben wir jetzt noch übrig...

Stützprofile
     Passend zur oben festgelegten Innenhöhe können jetzt auch die 6 senkrechten Plastikprofile gekürzt werden. Sie müssen ein klein wenig länger sein als das Maß vom untersten bis zum obersten Querdraht, also 106,5 cm. Mit der Gehrungssäge kann man das Plastik sehr leicht im Winkel von 90° absägen. Zur Erinnerung: 1,5 cm Rahmen unten + 106,5 cm Stütze + 2 cm oberer Rahmen sind genau die 110 cm Höhe der fertigen Rückwand.
Gehrungsschnitt
Rahmenprofile
     Die Aluprofile für die Rahmen werden jetzt passend zu den Abmessungen der Gitter und Stützprofile auf Gehrung geschnitten, also 45°. Das Aussenmaß für die kurzen Stücke ist 54,5 cm, das Aussenmaß für die langen Teile ist 180,7 cm. Dabei sind bei beiden Winkelnprofilen die kürzeren Schenkel die aussenliegenden, sichtbaren und im Endausbau senkrechten Teile. So wird der untere Rahmen 15 mm hoch, der obere Rahmen 20 mm hoch. Auf dem Bild oben wird ein Dachprofil gesägt, senkrecht durch die 20 mm hohe Aussenkante, schräg durch den waagerecht liegenden 30 mm-Teil.
     Damit der Zuschnitt genauer gelingt müssen die Teile beim Sägen sehr gut fixiert werden. Ausserdem sollte man die Schnitte erstmal provisorisch anzeichnen, damit man sich davon überzeugen kann, daß die Teile hinterher so aussehen wie die Stücke eines Bilderrahmens und auch genauso zusammenpassen. Das exakte Maß für jedes einzelne Teil wird erst für den zweiten Schnitt angezeichnet, abgemessen von der ersten Schnittkante. So gelingt der zweite Schnitt nahezu perfekt.
     Jetzt hat man nach 16 Schnitten also 2 kurze und 2 lange Teile für jeden der zwei Rahmen wie auf dem Bild unten zu sehen. Diese Rahmenteile müssen nun noch die passenden Löcher bekommen, damit alles richtig zusammengesteckt werden kann.
Zugeschnittene Aluprofile

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