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Ein Ausflug an das südliche Ende der Kaphalbinsel gehört zum Touristen-Pflichtprogramm für Südafrikareisende und lohnt sich trotz des Ansturms auf jeden Fall. Früher lebten auf dieser Halbinsel Buschmänner, die San, viele Jahrhunderte lang. Das war lange bevor die ersten Europäer kamen. Heute kommen Fremde in Bussen und Massen hierher, um die einzigartige Schönheit und den herben Charme der Region zu bewundern. Und natürlich, um zum Cape Point zu fahren.
Auch wenn man von Kapstadt aus bis hierher nur eine Autostunde braucht, sollte man sich doch einen ganzen Urlaubstag dafür reservieren, denn vor Ort - und auf dem Weg - gibt es eine Menge zu sehen und man kann einige Abstecher machen zu Buchten, die von den Bussen gar nicht angefahren werden. So findet hier jeder sein stilles Eckchen.
Im Jahr 1939 wurde das nahezu 8.000 ha große Gebiet am Kap zu einem Nature Reserve erklärt, heute untersteht die Verwaltung der Nationalparkbehörde und große Teile der gesamten Kaphalbinsel stehen unter Naturschutz.
Die Website des Nationalparks bietet interessante Informationen zum Kap der guten Hoffnung.


Die Macht am Kap der Guten Hoffnung heißt Wind, oft auch Sturm. Besonders auf den letzten Metern Südafrikas, im Cape of Good Hope National Park, ist er allgegenwärtig. Steigt man hier aus dem Auto, dann pustet es meist mächtig. Nicht umsonst hieß das Kap der guten Hoffnung früher auch Kap der Stürme. Zwischen November und Februar bläst der Wind heftig aus Südost.
Hier an der südwestlichen Ecke von Afrika treffen der kalte Benguela-Strom mit seinem acht Grad kalten antarktischen Wasser und der 20 Grad warme, von Osten kommende Agulhas-Strom aufeinander.
Deshalb herrschen auch so unterschiedliche Badebedingungen an den Stränden der Kap-Halbisel. Während die False Bay im Osten akzeptable Badetemperaturen aufweist, kann man in den zwar windstillen Nobelvororten auf der anderen Seite den Blick auf das Meer genießen und am Strand liegen, aber nur hartgesottene Naturen gehen hier ins Wasser.

Die starken Strömungen, der Wind und die vielen Riffe vor der Küste machen die Umschiffung Afrikas für Seefahrer seit Jahrhunderten zu einer gefährlichen Fahrt. Mindestens 23 Wracks liegen hier offiziell auf dem Meeresgrund.
Hier entstand auch die Lengende vom "Fliegenden Holländer", er verschwand mit seinem Schiff 1680, als er das stürmische Kap umrunden wollte. Angeblich schwor der Kapitän Hendrik van der Decken, einen Pakt mit dem Teufel zu schließen, wenn ihm Gott nicht zu Hilfe käme. Zur Strafe muss er nun ewig vor dem Kap kreuzen.
Nur für Windsurfer ist der ablandige Wind am Kap ein Paradies, hier können sie bei acht Windstärken und Wassertemperaturen von 15 Grad mit 40 Stundenkilometer über den aufgewühlten Ozean rasen. Auch für Segler ist eine Kapumrundung immer noch ein Abenteuer.
An der Straße, die hinunter zum Cape of Good Hope führt kann man oft den Profis und Fortgeschrittenen unter den Windsurfern zugucken. Die folgenden Bilder entstanden dort.







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