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Mit dem Besuch der Burg Drachenfels hatten wir bei den ersten Besuchen in der Pfalz Pech. Denn es gab über ein Jahr lang eine Vollsperrung der Talstraße in Busenberg und man kam gar nicht hin. Auch verschiedene Rad- und Wanderwege im Bereich Busenberg mussten umgeleitet werden. Erst im August 2021 war die Burgruine Busenberg wieder geöffnet.
Auf dem Schlossberg dicht beim Ort steht das Wahrzeichen von Busenberg und schon von der Bundesstraße 427 aus ist sie schon gut zu sehen: die Burg Drachenfels, welche auf dem gleichnamigen 150 Meter langen Gipfelfelsen des 376 Meter hohen Busenbergs erbaut wurde und als typische Felsenburg im Wasgau gilt. Von dort oben hat man einen unvergesslichen Ausblick über die umliegenden Wälder.
Die erste Erwähnung des Drachenfels, nicht zu verwechseln mit der Drachenburg auf dem Drachenfels bei Königswinter im Rheinland, fällt auf das Jahr 1219. Oberster Lehensherr der Ritter vom Drachenfels war die Benediktinerabtei Klingenmünster, der sie als Grenzbug diente. Später geriet die Burg an die Grafen von Zweibrücken-Bitsch und ab 1389 gehörte sie den Eckbrechten von Dürkheim. Diese nahmen noch weitere Miteigentümer in ihre Burg auf, so dass man zeitweise nicht weniger als 25 gemeinsame Besitzer dieses Felsennestes zählte. Durch rege Bautätigkeit vieler Miteigentümer ist bis heute hier auch alles so verwinkelt und verschachtelt.
Die Zerstörung der Burg im Mai 1523 war gegen Franz von Sickingen, den Führer der damaligen Ritterschaft, gerichtet. Anschließend zerstört und geschleift, wurde auch noch ein Verbot des Wiederaufbaus verhängt.
Nach der Enteignung der Eckbrechte von Dürkheim in der Französichen Revolution kam die Burg dann ins Eigentum der Gemeinde Busenberg. 1903, 1939, 1971 und 1994 wurden baufällige Teile der Burg renoviert. Wegen Sicherheitsmängeln musste die Burg aber erneut geschlossen werden. Erst komplett, dann nur teilweise bis zur Eröffnung 2021. Es ist ersichtlich, welches Ausmaß die Sanierungsmaßnahmen hatten und noch immer haben. Viele neue Treppen- und Podestgeländer wurden installiert, loses Mauerwerk erneuert und neu verfugt, an einer Stelle ist der Zugang immer noch abgesperrt.
Der kürzeste Weg zur Ruine startet am Parkplatz Drachenfelshütte, der Pfälzerwaldhütte der Ortsgruppe Busenberg. Hier fanden wir auf Anhieb einen Platz, nur ein kurzer Anstieg und man ist in fünf Minuten am Eingangstor zur Burg. Über einen neu gepflasterten Weg gelangt man zur Unterburg, bekommt einen Blick auf hohe Mauern und auf den Felsen, der weit in den Himmel ragt.











Es gibt hier bei einem Rundgang im Gelände viel zu entdecken, geheimnisvolle Felsenkammern, Sandsteinhöhlen und dunkle Verbindungsgänge. Ein paar steile Treppenaufstiege sind zu meistern, die uns bei 30°C ganz schön ins Schwitzen brachten. Aber was tut man nicht alles um großartige Aussichten zu erleben und staunend diese besondere Burgruine zu genießen. In den blühenden Pflanzen des Felsbewuchses schwirrten hunderte von Bienen und einige Schmetterlinge, auch Mauereidechsen huschten über die aufgeheizten Steine.
Auf einem umzäunten Teil der Anlage wurden, wahrscheinlich von Besuchern, Steine zu kleinen Türmen aufgehäuft.
Ganz oben angelangt steht man dann auf dem Backenzahn, wie der ehemalige Bergfried der Burg auch genannt wird, und hat einen perfekten Rundumblick auf das Biosphärenreservat Naturpark Pfälzerwald/Nordvogesen und auf andere Burgen.
Ganz in der Nähe befinden sich einige weitere Burgen, die wir schon zuvor besucht hatten: die Burgruine Lindelbrunn, Burg Berwartstein und die Dahner Burgengruppe, die von hier auch zu sehen ist.















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