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SPEYER

Im Mittelalter war Speyer als freie Reichsstadt eine der bedeutendsten Städte des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Immerhin feierte Speyer schon 1990 seine 2000-Jahrfeier als Stadt. Zwischen 1816 und 1945 Sitz der bayrischen Verwaltung der Pfalz, gehört Speyer heute zu Rheinland-Pfalz und hat etwas über 50.000 Einwohner. Wir haben hier drei Nächte gewohnt, denn Michael hatte sich zum Geburtstag unter anderem Besuche in den Technik-Museen Speyer und Sinsheim gewünscht. Und wenn man schon mal in Speyer ist, dann besucht man natürlich das prächtogste Gebäude der Stadt: den Dom zu Speyer, dem ich eine eigene Seite gewidmet habe. Der Kaiser- und Mariendom ist die weltweit größte noch erhaltene romanische Kirche und zählt seit 1981 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Direkt gegenüber liegt der Domnapf im Kreuzungspunkt mehrerer Straßen. Er bildete ursprünglich die Grenze zwischen dem Gebiet der ehemaligen freien Reichsstadt und der sogenannten Dom-Immunität. Ein Delinquent, der zum Domnapf flüchten konnte, durfte nicht mehr richterlich belangt werden. Deshalb flüchteten in der Reichsstadt Verurteilte in die Bischofsstadt, denn dort galt bischöfliches Recht. Wenn ein neuer Bischof in die Stadt einzog, endete hier das von der Stadt beanspruchte Geleitrecht. Bei dieser Gelegenheit musste der Bischof den Napf mit Wein füllen, und jeder Bürger hatte das Recht, daraus zu trinken. Kleines erhellendes Detail: Der Domnapf fasst 1.580 Liter.

Am Domplatz befindet sich auch das Stadthaus, das auf dem Areal errichtet wurde, auf dem sich seit dem Mittelalter der Trutzpfaff befand. In ihm sitzen der Bürgermeister und die Stadtverwaltung. Ausserdem findet man hier noch das Bischöfliches Ordinariat Speyer und das Historische Museum der Pfalz.

Auf der rechten Seite des Doms zu Speyer steht ein überdachtes Kunstwerk nanems "Der Ölberg" - eine berühmte Großplastik aus dem Jahr 1511, welche mit vielen lebensgroßen Figuren die Passionsgeschichte Christi präsentiert. Folgt man den Wegen, dann kommt man durch eine Grünanlage mit einigen Kunstwerken und Teilen der alten Stadtmauer wie dem Heldentürmchen hinunter an das Rheinufer. Anders als bei uns in Köln ist die rechte Rheinseite hier nicht bebaut und man schaut ins Grüne, denn hier gibt es noch viele Altarme des Rheins. Rechts und links der Promenade mit einem Flaggenmast und zwei Restaurantbetrieben mit Rheinblick befinden sich Hafenanlagen.

Direkt gegenüber vom Domportal beginnt die im Volksmund als "Hauptstraße" bezeichnete Maximilianstraße mit vielen Geschäften, Restaurants und vor allem Eisdielen. Gefühlt gibt es die nirgendwo sonst in dieser Dichte, wir haben 11 Stück auf weniger als einem Kilometer gezählt und uns im Café "De Vico" an der Alten Münze einen Eisbecher schmecken lassen. Wunderschön sind hier die riesigen Töpfe mit blühendem Oleanderbüschen, die ein mediterranes Flair verbreiten.

Die Fußgängerzone mit Busbetrieb endet am 55 Meter hohen Turm namens Altpörtel, der im Mittelalter das westliche Haupttor der Stadt darstellte. Nach dem großen Stadtbrand wurde das Altpörtel 1708 mit einem neuen Schieferdach versehen. Im ersten Stockwerk befindet sich eine Dauerausstellung über die Geschichte der Speyerer Stadtbefestigung.

Die Josephskirche ist neben dem Dom die zweitgrößte katholische Kirche der Stadt Speyer. Der höchste Kirchturm der Pfalz mit hundert Metern Höhe überragt alle Gebäude der Stadt, auch den Dom. Er gehört der Gedächtniskirche, die zwischen 1893 und 1904 im neugotischen Stil errichtet wurde.






Hotel Domhof

Drei Nächte haben wir in Sepeyer gewohnt, im schönen Hotel Domhof nur ein paar Schritte vom Domvorplatz und der Fußgängerzone entfernt. Das Hotel befindet sich in einem historischen Gebäude, es liegt sehr ruhig und besitzt einen schönen Innenhof. Parken kann man kostenlos am Hotel oder gegen Gebühr in der hauseigenen Tiefgarage.

Insgesamt 45 Zimmer und zwei Suiten werden hier in den Kategorien Einzelzimmer, Doppelzimmer Classic/Classic Plus oder Doppelzimmer Modern/Modern Plus geboten. Alle Zimmer sind Nichtraucherzimmer.

Wir hatten eines der modernen Zimmer gebucht, weil und die helle Farbgebung besser gefallen hat. So bekamen wir die Nummer 5, das Zimmer direkt über dem Eingangstor. Ein wunderbares, sehr geräumiges Zimmer mit Geranien vor dem Fenster uns Ausblick auf die Gasse mit Kopfsteinpflaster. Unten auf dem Foto zu sehen. Interessanterweise ist dieser Torbau der einzige Teil des ehemaligen Domhofs, welcher den großen Stadtbrand von 1689 überstanden hat.

Es gibt ein modernes Badezimmer mit Dusche, Toilettenartikeln und Föhn. Der Fernseher hat uns nicht interessiert, in der Minibar standen kühle Getränke zu fairen Preisen, zum Beispiel wie das leckere Bier aus der hauseigenen Brauerei.

Im bequemen Bett haben wir sehr gut geschlafen, nachts war es ruhig. Das Frühstück wurde Corona-bedingt leider nur am Tisch serviert, man musste am Abend zuvor ankreuzen, was man haben möchte. Die Auswahl hielt sich in Grenzen, man wurde satt. Daher können wir zum hier sonst angeotenen Frühstücksbüffet nicht viel sagen.




Kulinarisches

Am ersten Abend hatten wir einen Tisch im hauseigenen Restaurant vom Domhof reserviert. Es gibt auch einen schönen Biergarten mit altem Baumbestand, zum draussen sitzen wurde es uns am Abend aber zu frisch. Der Innenraum war gemütlich-rustikal eingerichtet und die Speisekarte umfangreich, mit klassischen Brauhausschmankerln und herzhaft-pfälzischen Gerichten aus der Region Der Service war nett und flink und da wegen Corona nicht alle Tische besetzt waren, war es auch nicht zu laut.

Als Vorspeise hatte Michael "Domhof-Brödle", das waren Baguettescheiben mit Schafskäsecreme überbacken und pikante Peperoni. Ich hatte mich für Gratinierten Ziegenkäse mit Rhabarberkompott und Frühlingssalat in Zitronen-Balsamicodressing entschieden. Dann gab es Schweinemedaillons, einmal als "Domhoftopf" mit Champignons, Rahmsauce und Butterspätzle sowie einmal als "Domhofspieß". Alles lecker, dazu passte das hausgebraute Domhof Dunkel. Als Nachtisch gab es dann noch einen sehr leckeren Bockbierbrand.

Am zweiten Abend hatten wir nichts reserviert und nicht so viel Hunger. So waren wir in einem modern eingerichteten italienischen Restaurant namens Donna Mia, das direkt Fischmarkt liegt. Die innovative Karte hat uns gut gefallen, hier gab es selbstgemachte Limonaden, weiße Pizza und Nachtisch in Miniformat zum Espresso. Erst später fanden wir heraus, das es eine Kette mit mehreren Restaurants ist, eines davon bei uns im Rheinland in Euskirchen.

Wir entschieden uns für einen Limoncello Sprizz statt Vorspeise. Die Pizza war sehr gut, einmal "weiße" Pizza Verdura e Capra und einmal Diavolo. Sehr lecker dazu ein Blanc de Noir vom Pfälzer Weingut Lukas Kesslring. Und zum Espresso e Dolce konnten wir uns aus verschiedenen kleinen Nachspeisen eine aussuchen. Wir entschieden uns für das Eis, denn mehr schafften wir nicht.

Der letzte Abend in Speyer führte uns ins Gasthaus zum Halbmond das nur wenige Minuten zu Fuß vom Domhof entfernt liegt. Ein historisches Haus, im Inneren modern und mit französischer Bedienung. Die Karte ist übersichtlich, denn alles wird frisch zubereitet. Hier begannen wir jeweils mit einer Suppe: Sauerampfersuppe mit Backerbsen und Schwarze Linsensuppe mit Chorizo. Dann hatte Michael ein Wiener Schnitzel und ich hatte mich für Meerbrassenfilet mit Rhabarberrisotto und grünem Spargel entschieden. Dazu tranken wir Wein.

Das Essen war hier sehr gut, der Raum leider ziemlich laut und für das die Lautstärke der Gäste am Nachbartisch kann das Restaurant ja nichts. Auf eine Nachspeise haben wir dann verzichtet, eigentlich wollten wir noch einen Schnaps bestellen. Aber da lange niemand kam um die Bestellung aufzunehmen, haben wir bezahlt und sind gegangen.




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