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TEUFELSGESTEIN

Nicht weit von unserem Hotel in Niederhorbach befindet sich das Dahner Felsenland im Herzen des grenzüberschreitenden Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen. Direkt durch das Dahner Tal führt die Bundesstraße 427 von Hinterweidenthal nach Bad Bergzabern. Auch Frankreich liegt hier direkt um die Ecke. Zur Verbandsgemeinde gehören die Stadt Dahn sowie 14 eigenständige Ortsgemeinden. Hier gibt es eine Menge zu entdecken, im Wald und auf der Höhe liegen schöne Burgen und Ruinen. Davon haben wir Burg Berwartstein besucht, die einzige bewohnte Burganlage der Pfalz.

Das Dahner Felsenland kann auch gut als Pfälzer Burgenland bezeichnet werden. Mit mehr Zeit kann man sich hier 16 Burgen und Burgruinen ansehen, wie das Burgenmassiv Alt-Dahn, Grafendahn und Tanstein. Auf nebeneinander stehenden Buntsandsteinfelsen erheben sich hier die Ruinen der drei Wehranlagen. Urkundlich werden die Burgen bereits in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts erwähnt. Die Burgengruppe zählt mit fast 200 Metern Länge zu den größten mittelalterlichen Wehranlagen der Pfalz, die im Dreißigjährigen Krieg weitgehend zerstört wurden.

Auch die Burgruinen Blumestein, Froensburg, Lutzelhardt, Neudahn, Loewenstein und Drachenfels kann man unter anderem besuchen oder im benachbarten Elsass die Burgruinen Fleckenstein und Hohenbourg.

Die bizarren Buntsandstein-Massive, die sich hier über saftig grünen Wäldern und Streuobstwiesen erheben, sind Teil der schönen Landschaft. 47 Naturdenkmale und 24 Aussichtsfelsen machen Lust auf Entdeckung- und Wanderttouren. Auch Kletterer, Mountainbiker und Geocatcher finden hier ein Revier.

Bei unserem kurzen Aufenthalt hatten wir natürlich nicht genug Zeit, um uns mehr als ein paar Ecken in der Region anzusehen. Es gibt hier die Felsen, welche Braut und Bräutigam, Büffelfelsen, Satansbrocken, Schillerfelsen, Jungfernsprung, Christkindelfelsen, Geiersteine, Hexenpils, Hasenfelsen, Hochstein oder Pfaffenfelsen heissen.

Das Dahner Felsenland wurde am 12. Januar 2019 als Premium Wanderregion vom Deutschen Wanderinstitut ausgezeichnet. Diese Auszeichnung wurde zum ersten Mal in der Pfalz vergeben.






Hinterweidenthaler Teufelstisch-Tour

Um uns ein wenig zu bewegen wollten wir unbedingt ein paar der Felsen besuchen und haben uns für die Hinterweidenthaler Teufelstisch-Tour entschieden. Normalerweise ist hier sicher sehr viel mehr los, aber zu Corona Zeiten fanden wir am Parkplatz am Erlebnispark Teufelstisch direkt einen freien Parkplatz, weil der kostenlose Freizeitpark daneben geschlossen war.

Vom Parkplatz am Erlebnispark führt der direkte Anstieg in etwa 20 Minuten zum Teufelstisch. Die Route kreuzt einen markierten Rundwanderweg, der um den Etschberg verläuft und knapp 3 Stunden Stunden in Anspruch nimmt. Schmale Pfade führen parallel zum Lauf des Salzbachs in Richtung Schwammbornquelle. Mystisch und verborgen liegt die Quelle mit ihrem kleinen Weiher in einem ziemlich düsteren Waldstück. Die gemütliche Wanderung führt durch schönen und schattigen Wald und zu einigen bizarren Felsen bei Hinterweidenthal.

Wie der Name schon sagt, spielt die Hauptrolle hier der sagenumwobene Teufelstisch, das Wahrzeichen der Verbandsgemeinde Hauenstein, dessen Gewicht auf 284 Tonnen geschätzt wird. Er ist zwar nicht der einzige Tischfelsen im Pfälzerwalde, überbietet jedoch seine über zwanzig Artgenossen an Markanz, Größe und exponierter Lage.

Der Felsen steht auf 284 m ü.M. an einem noch etwas höheren Bergrücken. Die ihn umgebende Bewaldung überragt der Fels auffallend. Durch Erosion wurden die ihn umgebenden weicheren Oberflächenbestandteile abgetragen, während der harte Felskern stehen blieb. So liegt nun eine überdimensionierte 50 m² große Tischplatte von etwa 3 bis 4 m Stärke quer über einem ebenso massiven Tischfuß von etwa 10 bis 11 m Höhe. Der Aufstieg bis hierhin und das Stück Weg rund um den Felsen ist etwas holprig zu laufen, dahinter wird der Waldweg einfacher.

Der Sage nach habe der Teufel zwei Felsen zu einem Tisch aufgestellt und daran ein Mahl gehalten. Nachdem er sich satt gegessen hatte, ließ er den Tisch einfach stehen und ging des Weges. Bei unseren Besuch machten rundum Wanderer Mittagspause und auch eine Gruppe Mountainbiker war gerade vor Ort. Trotzdem haben wir es geschafft den Tisch ohne andere Personen zu fotografieren.

Jetzt ist es nicht mehr weit zu den anderen "teuflischen" Sehenswürdigkeiten, auch wenn der Wanderweg alles andere als teuflisch sondern eher gemüttlich ist. Von Salzwoog aus hat eine 9,5 km lange Rundwanderung über den Kamm des Etschberges als Zwischenziele zunächst die Teufelsküche, einen weiteren markanten und mehrschichtigen Buntsandsteingebilde. Dann folgt die bizarr geformte Felsformation namens Teufelsschmiede.






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