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WACHTENBURG

Seit vielen Jahre kaufen wir unter anderem leckeren Pfälzer Wein bei uns um die Ecke im Kölner Weindepot. Hier sind wir nach Probieren diverser Sorten bei einen Gewürztraminer und einem Chardonnay in der Literflasche hängen geblieben und kaufen den immer wieder nach. Er wird hergestellt von der Winzergenossenschaft der Wachtenburg Winzer in Wachenheim, die viele Sorten Wein und Sekt in hoher Qualität liefern.

Bei unserer Rundreise in der Pfalz kamen wir auf dem Weg von Bad Dürkheim, wo wir die Klosterruine Limburg besucht hatten, nach Deidesheim quasi am Ursprung und an der modernen Vinothek der Winzergenossenschaft vorbei. Seit über 110 Jahren sind die Wachtenburg-Winzer ein Mehrfamilienweingut. Das Fachmagazin Weinwirtschaft hat die Wachtenburg Winzer in Jahren 2014, 2016 und 2018 zur besten Pfälzer Winzergenossenschaft gewählt.

So machten wir am nächsten Tag einen Ausflug zur Ausgrabungsstätte der Villa Rustica und im Anschluss besuchten wir die Wachtenburg, deren Umrisse wir ja schon von den Weinetiketten kannten.

Die Ruine dieser Spornburg liegt 232 Meter hoch an der mittleren Haardt, einem zum Rhein parallelen verlaufenden Höhenrücken. Die Burg wurde im 12. Jahrhundert, wahrscheinlich auf Anordnung Konrads von Hohenstaufen, erbaut. Die erste urkundliche Erwähnung stammt von 1257. Im Laufe der Zeit wurde sie zerstört und teilweise wieder aufgebaut. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg sprengten 1689 französische Truppen im Jahr 1689 den Bergfried, doch blieb die Hälfte stehen. Danach wechselte sie öfers den Besitzer, bis sie dann im Jahr 1984 von Erben der Stadt Wachenheim geschenkt wurde.

Die Ruine der Burg wird seitdem mit vielen freiwilligen Arbeitsstunden der Einheimischen restauriert. Es gibt einen Förderkreis zur Erhaltung der Ruine Wachtenburg e.V.. Die größte Sanierungsmaßnahme der letzten Jahre betraf den Bergfried, sie begann 2004 und endete im November 2005.

Auch bei unserem Besuch gab es Gerüste und es wurde fleissig an der Sanierung zwischen dem Ostturm und dem Turm der Gaststätte gearbeitet. Allein die 8 Meter hohe, dem Bergsporn folgende Ringmauer ist über 400 Meter lang und reicht mit der unteren Burg bis zur heutigen Schlossgasse hinab.







Geschlossen

Wir hatten unten im hübschen Ort einen Parkplatz gefunden und gingen den kurzen Weg zu Fuß hoch zur Burg. Der erste direkte Treppenaufgang war wegen der Baustelle mit Flatterband gesperrt, daher folgten wir weiter dem umlaufenden Fußweg. Unterwegs durch blühende Wiesen gehend hat man hier immer wieder schöne Ausblicke auf den Ort Wachenberg und die Ebene voller Weinreben hin zum Rheingraben. Wegen der schönen Aussicht über die Rheinebene wird diese Burg auch "Balkon der Pfalz" genannt.

Schon beim Aufstieg konnten wir einige Greifvögel beim wiederholgen Anfliegen an den Bergfried beobachten. Oben angekommen stellten wir begeistert fest, dass Turmfalken hier ein Jungtier hatten. Die Eltern flogen dann zwar weg und kreisten über der Burg, aber der Kleine sass noch im Fenster und schaute in die Landschaft. Wie gut, dass wir unser Teleobjektiv dabei hatten, von einer Bank aus konnten wir sie bequem beobachten. Aber wir wollten noch etwas näher heran.

Die Wachtenburg ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer, die in der zugehörigen Burgschänke einkehren können und die Ausicht genießen. Wanderwege führen am Bechsteinkopf am Haardtrand entlang.

Der Eingang zur Burg war offen, ein Schild wies darauf hin, dass der Aussichtsturm wegen Corona geschlossen bleibt. Aber wir wollten ja die Falken fotografieren und gingen einmal um die Burg herum, an den Arbeitern und der Absperrung der Baustelle vorbei, dann rechts um die Ecke auf die Terasse der Bergschänke. In der Schänke arbeiteten zwei Frauen, die bei unserem Anblick gleich loszeterten, wir hätten hier nichts zu suchen und die Burg wäre geschlossen.

Dabei standen wir nur auf der Terrasse und schauten nach oben. Sie sagten der Zugang wäre nur für die Bauarbeiten offen und die komplette Burg wäre gesperrt, aber woher sollten wir das wissen?

Die Bauarbeiter waren da wesentlich entspannter und einer machte uns sogar auf eine zweite Treppe auf der anderen Seite aufmerksam. Diese war dann aber wirklich gesperrt und so machten uns wieder an den Abstieg. Dann fuhren wir zurück nach Deidesheim zum Frühstück.





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