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RADISSON SUMMIT HOTEL

Eigentlich wollten wir ja gar nicht in ein gesichtsloses Kettenhotel, sondern im Ort Gamboa wohnen. Die B&Bs dort haben uns aber nicht gefallen und das einzige größere Hotel, das Gamboa Rainforest Reserve war uns zu groß und es hatte einige schlechte Kritiken. Am Ende haben dann die Lage und der Preis über unseren Aufenthalt entschieden. Denn hier im Radisson Summit Resort & Golf haben wir für drei Nächte so viel bezahlt wie in Gamboa für eine. Und für sagenhafte 56 Euro inklusive Frühstück war der Aufenthalt hier mehr als in Ordnung.

Das Hotel liegt mit eigenem Zugang, eigener ausgeschilderter Abfahrt und Sicherheitspersonal an der Zufahrt inmitten eines riesigen Geländes. Umgeben ist es von einem gepflegten und bei Einheimischen sehr beliebten Golfplatz und direkt hinter den Green beginnt das Grün. An das Gelände grenzt der Soberia Nationalpark mit Regenwald und all seinen Bewohnern. So kann man auf dem Hotelgelände zahlreiche Vögel beobachten, in den Bäumen hängen Faultiere und im Wald trifft man auf Agutis. Im Hotel werden auch Nachtwanderungen in den Wald mit Guide angeboten.

Es sind einige Wanderwege angelegt, am letzten Tag waren wir unterwegs zum Aussichtspunkt, mehr dazu auf der Seite Hotelgelände. Es gibt Spielplätze für Kinder, ein Schmetterlingshaus und ein kleines Gehege in dem Frösche und Echsen gehalten werden. Wir hatten riesiges Glück und durften hier ein kleines Faultier im Arm halten, mehr dazu auf der Seite Schmetterlinge und Faultier. Alleine dieses Erlebnis hat uns für den Aufenthalt mehr als begeistert.

Was uns hier gar nicht gefallen hat, war die Tatsache, dass wir gleich bei der Ankunft ein lila Plastikband um das Handgelenk bekamen. Das haben wir nicht verstanden, denn wir hatten ja nicht "All Inklusiv" gebucht. Es sollte uns wohl nur als Hotelgäste kennzeichnen, da viele Gäste auch zum Golf oder für Feiern von außerhalb kommen. Wir haben uns damit aber sehr unwohl gefühlt, unter dem Plastik schwitzt man sehr und generell wollen wir nicht markiert außerhalb vom Hotel rumlaufen. So haben wir es durchgeschnitten und mitgenommen. Bei der Einfahrt zum Hotel wurde es dann locker umgelegt und dem Schrankenwärter kurz gezeigt. Innerhalb der Anlage wurden wir nie auf das fehlende Armband angesprochen.

Die Lobby ist ansprechend eingerichtet mit riesigen Fenstern und Aussicht auf den Regenwald. Leider war man nicht in der Lage hier einen Kaffee zu servieren.

Parken kann man auf zahlreichen Plätzen direkt vor dem Eingang. Neben dem Hauptgebäude liegt noch ein Konferenzzentrum und daneben die Ausgabe der Golfcarts. Es gibt eine Pool-Area mit ziemlich wenig Liegen für die vielen Gäste. Auch das angrenzende gut gekühlte Restaurant und der Außenbereich sind nicht wirklich gemütlich. Das Gebäude ist zwar modern, aber durch das Dschungelklima schon etwas in die Jahre gekommen, man war aber immer sehr eifrig dabe, den Außenbereich ordentlich und sauber zu halten.

Als Sonderangebot trotzdem eine gute Wahl, wer mehr bezahlen soll und daher mit höheren Ansprüchen kommt der sollte sich eine andere Unterkunft suchen.


Lage

Das Radisson Summit Resort & Golf Panama liegt sehr zentral an der Omar Torrijos Avenue zwischen Panama City und Gamboa. Den Kanal sieht man von hier aus nicht, auch wenn er nicht weit entfernt ist.

Nach Gamboa und zu den diversen Wanderwegen fährt man 12 Kilometer oder 20 Minuten. Zu den Miraflores Schleusen sind es vom Hotel aus 9,1 Kilometer und selbst Casco Viejo, die Altstadt von Panama City, kann man mit Auto oder Taxi ohne Stau in einer halben Stunde erreichen.


Zimmer

Bei den Zimmer sollte man darauf achten, möglichst hoch zu wohnen und eines der Zimmer mit Ausblick auf den Regenwald zu buchen. Sonst wohnt man oberhalb vom Parkplatz oder noch schlimmer über Pool und Klimanlage. An Wochenenden werden hier oft Partys gefeiert und es wird laut, je höher man wohnt umso weniger bekommt man davon mit.

Wir hatten Glück mit Zimmer Nummer 617, die Aussicht von unserem Zimmer in Richtung Brücke und Kanal über den Golfplatz war schön. In den Bäumen unter uns konnten wir am Morgen sogar Tukane und Papageien fotografieren. Die Fenster kann hier man sogar öffnen, nur der Austritt draußen war durch Vögel ziemlich verschmutzt. Im Zimmer war es hingegen sauber und es gab viel Platz und ein großes und bequemes King Size Bett.

Das Badezimmer ist geräumig und bietet viel Ablagefläche und kostenlose Pflegeprodukte. Auch die Dusche mit Glastüren bietet viel Raum. Um die Ecke im klienen Vorraum steht Trinkwasser, hier kann man sich auch Kaffee oder Tee zubereiten.


Frühstück

Das Frühstück im Restaurant wird in Buffetform angeboten. Hier gab es alles, was wir so brauchen, an einem Morgen am Wochenende sogar mit einer Life Cooking Station. Aber hier in Panama können wir uns auch an frischen Früchten wie Ananas, Papaya und Melonen satt essen. Dazu gab es eine gute Auswahl an Brot, Kuchen und Teilchen. Aufschnitt, Käse, Joghurt und leckere Säfte gab es ebenfalls.

Der Raum ist ziemlich kühl und auch nicht sonderlich gemütlich. Als wir hier nach der anstrengenden Wanderung verschwitzt kurz vor Ende der Frühstückszeit hier ankamen, haben wir die Kühle und den Orangensaft sehr genossen. Auf Anfrage brachte man uns auch noch Wasser, um den ersten Durst zu löschen.



Essen

Am ersten Abend hatten wir nach langer Fahrt und bei Regen keine Lust, das Hotel zu verlassen. Das hauseigene Restaurant hier ist für ein 4-Sterne-Hotel leider nicht akzeptabel. Will man etwas jenseits von Burgern, Fritten und Pizza essen muss man ziemlich tief in die Tasche greifen. Dafür sitzt man sehr ungemütlich. Wir hatten die Wahl zwischen dem tiefgekühlten Frühstücksraum in dem kaum jemand saß und dem Außenbereich am Pool, wo Familien noch in Badekleidung lagen.

Die Bedienung war unaufmerksam und sehr langsam, wir bestellten einen Cocktail als Vorspeise und dann Ceviche und einen Burger mit Fritten, der im Plastikkorb serviert wurde. Der Cocktail kam schnell aus der Bar, das Essen dauerte. Hier wurde auch kein kostenloses Wasser angeboten, was wir bisher in allen Restaurants in 3 Wochen Panama unaufgefordert bekommen haben. Nach dem eher mittelmäßigen Essen waren wir dann schnell im Zimmer verschwunden.

Am nächsten Abend wollten wir im Atlantic & Pacific Co. Restaurant mit Blick auf die Miraflores Schleusen essen gehen. Leider war dort geschlossene Gesellschaft und wir mussten spontan etwas in der Umgebung suchen. So kamen wir ins Geschäfts- und Gewerbegebiet Ciudad del Saber, hier gibt es einige Bars und Restaurants. Unsere Wahl fiel auf die rustikale La Taberna Del Canal.

Nach zwei leckeren Cocktails bestellte Michael sich Salat mit Hühnchen. Ich hatte mich für ein 10oz Skirt-Steak medium rare mit Provolone Käse, Grillgemüse und Wedges entschieden und brauchte keine Vorspeise. Michael hatte ebenfalls ein Steak mit Pfeffersauce, normalen Pommes und Gemüse. Das Essen war in Ordnung, wenn auch kein kulinarisches Highlight, und der Service nett und flott.

Am letzten Abend wollten wir ebenfalls nicht im Hotel bleiben. Nachdem wir erneut vergeblich unser Glück an den Miraflores Schleusen versucht hatten - das Restaurant war an diesem Wochentag immer früh geschlossen - fuhren wir nach Gamboa. Dort hatten wir Mittags im Gamboa Rainforest Reserve schon mal leckere Nudeln gegessen, trotz einiger schlechter Kritiken im Netz waren diese hervorragend und selbst gemacht. Schlechter als im Radisson konnte das Essen hier auch nicht sein. Zu unserer Überraschung war ein Buffet aufgebaut, an dem man sich für unter 30 Dollar bedienen konnte. Auch die leckeren Nudeln gab es, dazu unzählige Salate, Vorspeisen, Hauptspeisen, Suppe und Nachtisch. Nur wenige Hotelgäste waren anwesend und wir haben die Auswahl genossen, die schlechte Kritik können wir nicht nachvollziehen. Uns hat es hier gut geschmeckt udn der Service war nett. Gut satt fuhren wir dann zum Hotel zurück.



Fazit

Preiswerte Unterkunft in der Kanalzone.

Im April 2019 waren wir für 3 Nächte hier.

Hier ist ein Link zum Radisson Summit Hotel.

Video zum Thema

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Radisson Summit Hotel

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